ÖAMTC: Vor der Fahrt in die Ferien braucht das Auto einen "Rundum-Check"

Club-Techniker gibt Tipps für eine pannenfreie Reise in den Urlaub

Wien (ÖAMTC-Presse) - Wer mit seinem Auto in die Ferien fahren will, sollte es urlaubsfit machen, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden. "Das Auto muss schließlich unter oft brütender Hitze volle Beladung und lange Strecken problemlos verkraften können", sagt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Der Techniker des Clubs rät rechtzeitig vor Reisebeginn einen gründlichen Rundum-Check durchzuführen.

Sind Batterie, Reifen, Bremsen OK? Folgende Punkte gilt es zu beachten:

* Check der Fahrzeugbeleuchtung: Nur wenn alle Lichter einwandfrei funktionieren, wird man auch von den anderen Verkehrsteilnehmern richtig wahrgenommen. Bei starker Beladung muss man übrigens bei den meisten Autos die Scheinwerfereinstellung anpassen.

* Freie Sicht: Eine gründliche Scheibenreinigung außen und innen ist vor, aber auch während der Fahrt unerlässlich. Treten beim Einsatz der Scheibenwaschanlage Schlieren auf, sind neue Wischerblätter fällig. Vor Fahrtantritt sollte auch fehlendes Scheibenreinigungsmittel nachgefüllt werden.

* Kritischer Blick auf die Bereifung: Alle Räder, inklusive Reserverad, sollten noch ausreichend Profil aufweisen. "Die gesetzliche Mindestprofiltiefe ist 1,6 Millimeter. Wir empfehlen aber, die Sommerreifen zu ersetzen, wenn das Reifenprofil unter drei Millimeter hat", rät der ÖAMTC-Techniker zur Vorsicht, um Gefahren wie Aquaplaning zu vermeiden. Wie bei den Winterreifen gilt es immer vier gleiche Reifen zu verwenden und darauf zu achten, dass diese nicht länger als vier Jahre in Gebrauch gewesen sind. Außerdem darf der Reifengummi keine Verletzungen aufweisen. Die meisten Reifenschäden treten bei voller Beladung auf schnellen Autobahnstrecken auf, weil dann der Reifen am stärksten beansprucht wird. Deshalb bei schwerer Beladung den Luftdruck laut Betriebsanleitung entsprechend erhöhen.

* Für die Sicherheit wichtig: Stoßdämpfer, Bremsen, Lenkung, Radlager und Spur sollten auf den technischen Zustand überprüft werden. Bei einem Defekt der Fahrwerksbestandteile kann sich das Fahrverhalten gefährlich ändern.

* Ausreichend Flüssigkeit: Die Flüssigkeitsstände von Kühlwasser, Motoröl, Batterieflüssigkeit und Bremsflüssigkeit gehören vor der Fahrt in den Urlaub kontrolliert, Fehlbestände müssen nachgefüllt werden. Übrigens: Nicht nur bei großer Kälte versagen Batterien den Dienst, es kann ihnen auch hitzebedingt der "Saft" ausgehen. Durch die erhöhte Betriebstemperatur des Fahrzeugs - etwa im Stau -verliert die Batterie an Flüssigkeit und kann ausfallen.

Vorher zum ÖAMTC: Wer als Club-Mitglied auf Nummer Sicher gehen will, vereinbart beim nächsten Stützpunkt einen Überprüfungstermin:
* Autocheck vor der Reise: Beleuchtung, Bremsen, Flüssigkeitsstände, Keilriemen, Auspuff und Räder werden unter die Lupe genommen.
* Sicherheits-Überprüfung: Bei dieser "Gesundenuntersuchung" für's Auto werden die wichtigsten Fehlerquellen durchgecheckt.
* Fahrwerks-Überprüfung: Vor weiten Strecken wichtig, weil optimale Straßenlage und Reifen schonendes Fahren sicherstellen.

Noch ein Tipp von ÖAMTC-Techniker Kerbl: Wenn das Service oder der Pickerltermin erst kurz nach dem Urlaub anstehen, sollte man beides vorziehen.

Nähere Informationen gibt es unter
http://www.oeamtc.at/auto/pruefdienstleistungen/.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

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