NATIONALRATSPRÄSIDENT: DER EU-BEITRITT HAT SICH GELOHNT Khol hisst Europafahne und betont Vorteile der EU-Mitgliedschaft

Wien (PK) - Fast auf den Tag genau elf Jahre, nachdem die österreichische Bevölkerung mit überwältigender Mehrheit dem Beitritt zur Europäischen Union zugestimmt hat, hat Nationalratspräsident Dr. Andreas Khol heute gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Mag. Barbara Prammer auf dem Parlament
Europafahnen gehisst. Die Fahnen befinden sich auf dem rechten
und linken Giebel des Parlaments auf Fahnenmasten, die im Zuge
des Parlamentsumbaus neu errichtet wurden.

Khol lobte bei dieser Gelegenheit die EU als „Projekt des Friedens, der Freiheit und des Wohlstandes", zu der es für Österreich keine vernünftige Alternative gebe. Der Nationalratspräsident strich hervor, dass Österreich durch seine nunmehr zehnjährige EU-Mitgliedschaft viele Vorteile habe. „Gerade angesichts der aktuellen Diskussion rund um die Ratifizierung der EU-Verfassung ist es notwendig festzuhalten,
dass der Beitritt Österreichs zur EU sich in jeder Hinsicht
gelohnt hat", so der Nationalratspräsident. So sei die Zahl der Beschäftigten seit dem Beitritt zur Union pro Jahr im Schnitt um 7.000 gewachsen. Durch den EU-Beitritt sei Österreich auch
reicher geworden, betonte der Nationalratspräsident. „Das BIP war 2004 um 6 Mrd. Euro höher als es ohne Beitritt wäre, laut OECD-Studie ist Österreich gemessen am BIP pro Kopf das sechstreichste Land der Welt."

Auch die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes sei gestiegen, durch die letzte Erweiterungsrunde sei Österreich eindeutig
wieder in das Zentrum Europas gerückt. „Wir sind eine Drehscheibe für Mittel- und Osteuropa, nicht nur deswegen ist es unseriös,
der Erweiterung die Schuld für eine jetzt zum Teil vorhandene Europaskepsis zu geben", so Khol. Denn Österreich profitiere wie kaum ein anderes Land von der größeren EU. „Neben wirtschaftlichen Vorteilen wie etwa steigenden Exporten ist auch
die sinkende Kriminalität zu erwähnen. Gerade diese straft alle Unkenrufe in diesem Zusammenhang lügen." Österreich sei durch den EU-Beitritt auch moderner geworden, was nicht zuletzt dadurch
belegt werde, dass sich die Beteiligung an europäischen Forschungsprojekten seit dem Beitritt verzehnfacht habe. „Österreichische Forscher nehmen verstärkt Gelder aus europäischen Forschungsprojekten in Anspruch, junge Menschen beteiligen sich an EU-Studentenaustauschprogrammen."

Khol erteilte erneut allen Forderungen nach einer „Kehrtwende" in der Europapolitik eine Absage. Man brauche keine Kehrtwende,
sondern eine behutsame Weiterentwicklung, auch was künftige Beitritte betreffe. „Denn die EU ist noch immer ein Zukunftsprojekt. Es ist gut, dass Österreich daran beteiligt
ist." (Schluss)

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