"Die ironische Welt des Kurt Schwertsik": ORF gratuliert Kurt Schwertsik zum 70. Geburtstag

Wien (OTS) - Am 25. Juni begeht Kurt Schwertsik seinen 70. Geburtstag. Ö1 widmet dem vielfach ausgezeichneten österreichischen Komponisten und Hornisten aus diesem Anlass ein "Radiokolleg" und sieben weitere Sendungen und in ORF 2 steht am Sonntag, den 19. Juni um 9.30 Uhr die Dokumentation "Beruf: Schelm - Die ironische Welt des Kurt Schwertsik" auf dem Programm.

"Ein Werk kommt zur Welt" ist der Titel des vierteiligen "Radiokollegs" von Montag, den 20. bis Donnerstag, den 23. Juni jeweils um 9.45 Uhr in Ö1. Komponieren ist, wie jeder künstlerische Vorgang, ein ungemein komplexes Unterfangen. "Es ist das Überführen einer Idee in die Dimensionen von Zeit und Raum", meint Kurt Schwertsik, einer der zentralen zeitgenössischen Komponisten Österreichs. Martin Gross hat ihn bei der Arbeit an seinem neuesten Streichquartett begleitet: von den ersten Skizzen bis zur fertigen Partitur, von ersten Fragmenten am Klavier bis zur Aufführung durch ein Streichquartett. Anhand der dabei aufgenommenen Gespräche werden Ansichten und Einsichten eines erfahrenen Künstlers und Lehrers transparent - über das Handwerk des Komponisten und über die Wege und Irrwege, die schließlich zu einer fertigen Komposition führen.

Die Ö1-Reihe "Zeit-Ton" (Beginn: jeweils um 23.05 Uhr) steht dreimal ganz im Zeichen des Musikers. Schwertsik-Interpretationen sind am Dienstag, den 21. Juni zu hören: Schwertsik spielt Schwertsik - als Hornist, Pianist, Sänger, Dirigent; sowie Kammermusik mit Star-Interpreten wie Alban Berg Quartett, Arditti String Quartet, Ernst Kovacic oder Marino Formenti. Am Donnerstag, den 23. Juni steht unter dem Titel "Über Sentiment und Ironie, oder - in Friedrich Schillers Worten - 'Über naive und sentimentalische Dichtung’" ein Porträt auf dem Programm. Am Montag, den 27. Juni lautet das Thema von "Zeit-Ton": "Liebesträume oder Der Beginn der Postmoderne in Österreich? Franz Liszt dividiert von und durch Kurt Schwertsik".

In "Aus dem Konzertsaal" am Donnerstag, den 23. Juni ab 19.30 Uhr interpretiert das RSO Wien Orchestermusik von Kurt Schwertsik. Und an seinem Geburtstag - Samstag, 25. Juni - sind Schwertsik-Fundstücke und Kleinode in "Pasticcio" (8.15 Uhr), "Ö1 bis zwei" (13.00 Uhr) und "Apropos Klassik" (15.06 Uhr) zu hören, etwa "Da Uhu schaud me so draurech an" (Wienerlieder-Zyklus nach H. C. Artmann) oder "Starckdeutsche Lieder und Tänze" (Christa und Kurt Schwertsik; Heinz Karl Gruber, Radio-Symphonieorchester Wien, Dennis Russell Davies). Das Programm im Detail ist abrufbar unter: http://oe1.ORF.at.

"Beruf: Schelm - Die ironische Welt des Kurt Schwertsik" in ORF 2

Die Dokumentation "Beruf: Schelm - Die ironische Welt des Kurt Schwertsik" in der Gestaltung von Otto Schwarz und Franz Hainzl wird am Sonntag, den 19. Juni um 9.30 Uhr in ORF 2 ausgestrahlt. Von allen Komponisten, die dieses Land hervorgebracht hat, ist der Wiener Kurt Schwertsik wahrscheinlich der witzigste. Schelmisch blitzen die Augen, Ironie durchzieht das musikalische Werk - jede Note eine Pointe. Anlässlich seines runden Geburtstags trifft sich Schwertsik mit einem Wegbegleiter, der ihm an Humor und künstlerischer Radikalität um nichts nachsteht: mit Otto M. Zykan. In den sechziger Jahren haben die beiden gemeinsam das österreichische Musikleben aufgerüttelt und nachhaltig beeinflusst. Jetzt blicken die zwei Revoluzzer zurück auf ihre "wilden Jahre". Außerdem hält Schwertsik vor seinem großen Festtag Hof für seine Großfamilie: Eine ganze Schar von Enkeln, darunter die Stemberger-Kinder, treten zum Geburtstagsständchen an. Im Interview erzählt Schwertsik von seiner Kriegskindheit im niederösterreichischen Retz, über den Kuss der Muse und warum er Puccini-Opern nur mit deutschem Text mag.(ih)

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