Forschungsprojekt zu Lebensmittelallergien gestartet

Standortsicherung für Technopol Tulln

St. Pölten (NLK) - Das Bundesrealgymnasium Tulln, das Interuniversitäre Forschungsinstitut für Agrarbiotechnologie (IFA), die Fachhochschule für Biotechnologie in Tulln sowie das Joint Research Center in Geel und die Europaschule Mol in Belgien haben ein Gemeinschaftsprojekt zum Thema "Lebensmittelallergien und Nachweis von Allergenen" gestartet. Ziel des Forschungskonzepts ist es, sowohl die Ernährungsgewohnheiten als auch das Auftreten von Lebensmittelallergien im Raum Tulln zu erfassen. Die über Fragebogen erhobenen Daten zu Allergien werden gesammelt und wissenschaftlich publiziert. Zudem bietet eine Datenbank die Möglichkeit, Bevölkerungsgruppen mit hohem Risiko für ernährungsbedingte Krankheiten zu identifizieren. In weiterer Folge sollen am Technopol Standort Tulln Lebensmittel aus Supermärkten auf allergene Stoffe getestet werden.

"Für den Themenbereich Lebensmittelsicherheit ergeben sich durch dieses Projekt wertvolle Aspekte für eine wirtschaftsnahe Zusammenarbeit von Bildung und Forschung. Das Vorhaben stärkt die Fachhochschule und somit den Bildungs- und Industriestandort Tulln", erklärt Landeshauptmannstellvertreter Ernest Gabmann.

In diesem Zusammenhang wurden vom Interuniversitären Forschungsinstitut für Agrarbiotechnologie im Rahmen des 3-jährigen EU-Großprojektes "Allergentest" bereits zwei Schnelltests zur Bestimmung von allergieauslösenden Proteinen entwickelt. Die neuen Tests werden bereits in der Lebensmittelkontrolle eingesetzt.

Das Technopol-Programm des Landes Niederösterreich stellt die Zusammenarbeit von Ausbildung, Forschung und Wirtschaft in den Vordergrund. Die Stadt Tulln ist neben Wiener Neustadt und Krems einer der drei Technopol-Standorte Niederösterreichs, die durch anwendungsorientierte Forschungsprojekte weiter entwickelt werden sollen. Das Technopol Tulln verfügt derzeit über 100 Forschungs- und Entwicklungsarbeitsplätze. Der Schwerpunkt liegt hier in den Bereichen Agrar- und Umweltbiotechnologie. Zur Sicherstellung der zukünftigen Anforderungen am Standort wird bis Herbst 2005 ein Technologiezentrum errichtet.

Nähere Informationen: Wirtschaftsagentur ecoplus, Telefon 01/513 78 50-24, www.ecoplus.at.

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