AK verlangt bessere Informationen für KreditkundInnen (2)

Wien (OTS) - Auf Grund des aktuellen Spesen-Tests bei Fremdwährungskrediten fordert die AK bessere Informationen für die KreditkundInnen: Es müssen alle Kosten in die Gesamtbelastung und den effektiven Zinssatz einfließen. Dazu gehören die Devisenprovision, Kontoführungs- und Switchkosten. Von den Banken verlangt die AK: Der Kunde muss automatisch ein Vergleichsangebot über einen Eurokredit erhalten und eingehend über Risiken und alle Spesen im Beratungsgespräch aufgeklärt werden.

Tipps der AK Konsumentenschützer:
+ Nehmen Sie sich für die Beratung Zeit und lassen Sie sich alles genau erklären.
+ Neben den Vertragsbedingungen sollten Sie unbedingt die Nebenkosten berücksichtigen und verhandeln. Achten Sie besonders auf unbestimmte Kostenangaben wie "Aufwand für Refinanzierung" oder "Ersatz der Geldbeschaffungskosten".
+ Wenn Sie sich keinen Eurokredit leisten können, ist auch ein Fremdwährungskredit für Sie nichts.
+ Wählen Sie grundsätzlich risikolose Anlageformen, dann spekulieren Sie auch nicht bei einem Kredit.
+ Der Fremdwährungskredit ist ein Spekulationsgeschäft. Wo große Chancen locken, ist auch mit einem großen Risiko zu rechnen.
+ Während der Laufzeit sollten die Kursentwicklungen der gewählten Währung im Auge behalten werden, damit der richtige Umstiegszeitpunkt nicht verpasst wird.
+ Lassen Sie sich auch hinsichtlich des Tilgungsträgers gut beraten:
Achten Sie insbesondere auf die Aussagen, was die Rendite des Veranlagungsproduktes anbelangt. Aussagen wie "Sicher eine 9 bis 12-prozentige Rendite" sind nicht glaubwürdig.

SERVICE: Die Spesenerhebung im Internet unter www.konsumentenschutz.at.

Rückfragen & Kontakt:

Doris Strecker
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2677
doris.strecker@akwien.at
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