Bayr: Kritik an "Licht am Tag"-Beschluss im Ministerrat

Sicherheitsnachteile für FußgängerInnen und LenkerInnen von einspurigen Fahrzeugen zu befürchten

Wien (SK) Anlässlich des heute zu erwartenden Beschlusses des Ministerrats erneuerte Petra Bayr, sozialdemokratisches Mitglied im Verkehrsausschuss des Parlaments und Vorstandsmitglied der Motorradorganisation "Red Biker", die Kritik am Vorhaben, "Licht am Tag" für alle motorisierten VerkehrsteilnehmerInnen einzuführen. ****

"Viele Studien zeigen uns, dass das verpflichtende Fahren mit Licht am Tag nicht unbedingt zu mehr Sicherheit führt. Vor allem FußgängerInnen und RadfahrerInnen laufen Gefahr, aufgrund der Reizüberflutung von Autofahrern leichter übersehen zu werden", kritisiert Bayr das Vorhaben der Bundesregierung. Dies belege das Beispiel Dänemark, wo generelle Lichtpflicht seit 1990 gilt, und im selben Zeitraum die Fußgängerunfälle um fünf Prozent zugenommen haben.

Einen besonderen Nachteil erkennt Bayr für die LenkerInnen einspuriger motorisierter Fahrzeuge, die einzige Gruppe, die auch schon bisher verpflichtet war, mit Licht am Tag zu fahren: "Der Sicherheitsvorteil, den die LenkerInnen einspuriger KFZ bisher hatten, geht verloren. Das ist für eine Gruppe von VerkehrsteilnehmerInnen, die besonders verletzlich ist, ein durch keine vernünftige Verkehrspolitik wettzumachender Nachteil. Die Gefahr für diese Gruppe, künftig übersehen zu werden, ist riesengroß. Ich appelliere an den Verkehrsminister, den Gesetzesvorschlag so nicht in das Parlament zu bringen", fordert Petra Bayr abschließend. (Schluss) ns/mm

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