BESUCH DES GRIECHISCHEN STAATSPRÄSIDENTEN KOROLOS PAPOULIAS Probleme auf europäischer Ebene bereiten Sorgen

Wien (PK) - Der Staatspräsident der Republik Griechenland Karolos Papoulias, der sich gegenwärtig zu einem offiziell in Österreich aufhält, besuchte heute Nachmittag das Parlament und wurde von Nationalratspräsident Andreas Khol herzlich willkommen geheißen.

In ihrer Unterredung stimmten Papoulias und Khol in der
Beurteilung der österreichisch-griechischen Beziehungen überein, diese seien hervorragend und freundschaftlich. "Es gibt keine Probleme zwischen Österreich und Griechenland", sagte der Nationalratspräsident. Darüber hinaus stellte der griechische Staatspräsident fest, dass die beiden kleinen Länder in der EU eine ähnliche, nämlich sehr dynamische Rolle spielten.

Beim Hauptthema des Gesprächs, aktuellen Fragen der europäischen Integration, zeigten sich Khol und Papoulias besorgt wegen der jüngsten Entwicklung, und zwar sowohl wegen des negativen
Ausgangs der Verfassungsreferenden in Frankreich und in den Niederlanden als auch wegen der Probleme bei den Verhandlungen
für eine neue europäische Finanzvorschau. Präsident Papoulias betonte, der Ratifizierungsprozess für den europäischen Verfassungsvertrag dürfe nach Abstimmungsniederlagen in zwei Ländern nicht gestoppt werden, sondern sollte fortgesetzt werden. Den österreichischen Vorschlag für ein paneuropäisches Referendum hielt Papoulias für klug. Nachdrücklich unterstützte Papoulias die Beitrittsverhandlungen mit Kroatien sowie mit Rumänien und Bulgarien.

Nationalratspräsident Andreas Khol sah in einer Einigung in den EU-Finanzverhandlungen das beste Mittel gegen eine EU-Krise und hielt eine Lösung der offenen Fragen auch im Hinblick auf die gemeinsame Währung für wichtig. Mit Blick auf die Balkanländer bekundeten die Gesprächspartner ihre Übereinstimmung, dass die EU-Beitrittsperspektive für die Fortsetzung des Reformprozesses
in diesen Ländern wichtig sei.

An der Unterredung nahm auch der Obmann der österreichisch-griechischen parlamentarischen Freundschaftsgruppe, VP-
Abgeordneter Johann Kurzbauer, teil. (Schluss)

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