Bures zu "Schuldenfalle": Regierung muss endlich aufwachen

SPÖ-Bundesgeschäftsführerin fordert von Regierung Taten statt Schönfärberei angesichts der zunehmenden Verarmung

Wien (SK) Angesichts des Berichts der österreichischen Schuldnerberatung, dass immer mehr Österreicher durch Arbeitslosigkeit und Einkommenseinbußen in die Schuldenfalle getrieben werden, "müsste die Regierung endlich aufwachen", betonte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures. Sie wirft der Regierung vor, dass sie weder auf die herrschende Rekordarbeitslosigkeit, noch auf die Besorgnis erregenden Ergebnisse des Sozialberichts reagiert hat. Der Sozialbericht hat einen starken Anstieg bei den akut armen und armutsgefährdeten Menschen gezeigt. ****

Laut Schuldnerberatung sind 300.000 österreichische Haushalte überschuldet. Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin sieht dabei einen direkten Zusammenhang zur Regierungspolitik. Denn die Rekordarbeitslosigkeit und die gravierende Verteuerung der Wohnkosten sei zum überwiegenden Teil "hausgemacht". Seit dem Mai 2000 ist die Arbeitslosigkeit um 70.000 Betroffene auf 275.000 angestiegen; allein im letzten Jahr sind die Mieten um mehr als zehn Prozent teurer geworden.

"Es ist erschütternd, dass sich die Regierung gegenüber der zunehmenden Verarmung der Bevölkerung so blind zeigt", sagte Bures, die die Regierungsmitglieder auffordert, "die bekannte Schönfärberei einmal bleiben zu lassen und sich der Wirklichkeit zu stellen". Ihr Rat an die Regierung: "Die Herren Schüssel, Grasser und Bartenstein sollten sich den Bericht der Schuldnerberatung und den Bericht über die soziale Lage in Österreich als Urlaubslektüre vornehmen." (Schluss) wf

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