Grossmann zu Alkoholkonsum bei Jugendlichen: Maßnahmenpaket ist dringend erforderlich

Wien (SK) Den traurigen vierten Listenplatz nimmt Österreich europaweit beim Alkoholkonsum Jungendlicher ein, so ein Bericht im ORF-Mittagsjournal. Konkret haben 50 Prozent der Burschen und 36 Prozent der Mädchen bereits einen Vollrausch hinter sich. Und: Das Einstiegsalter rutscht dramatisch von 15, 16 auf 10 bis 12 Jahre. "Dringender Handlungsbedarf ist gegeben", betonte SPÖ-Jugendsprecherin Elisabeth Grossmann, die ein sofortiges Verbot der Abgabe von Alkopops an Unter-18-Jährige fordert, verstärkte Prävention an Schulen und Kindergärten, ein bundesweit einheitliches Jungendschutz-Gesetz sowie ein stärkeres Zur-Verantwortung-Ziehen der Gastronomie. ****

Grossmann fordert ausdrücklich verstärkte Prävention nicht nur an Schulen, sondern bereits auch in Kindergärten. "Es gibt hier hervorragende Projekte. Leider haben die Projektträger immer wieder mit der Finanzierung zu kämpfen; die Subventionen versiegen nur zu oft und sehr gute Präventionsmodelle bleiben auf der Strecke", bedauerte Grossmann. Ein weiteres Problem sei die Abgabe von Alkopops an Jugendliche. Tatsache sei, dass Alkopops "trendy" sind, wie Limonade schmecken und meist witzige Namen haben. Sie werden als Erfrischungsgetränke vor allem in der Disco und Partyszene ausgegeben. Weltweit seien sie für viele Jugendliche zur Einstiegsdroge geworden. "Ein Verbot der Abgabe an Jugendliche unter 18, wie das die SPÖ bereits seit längerem fordert, wäre ein entscheidender Schritt gegen den Alkoholismus", ist Grossmann überzeugt.

Wichtig wäre in diesem Zusammenhang auch eine Vereinheitlichung der Jugendschutzbestimmungen, betonte Grossmann. Derzeit existieren unterschiedliche Vorschriften ab
welchem Alter welche Getränke erworben werden können. "Hier geht es um größtmöglichen Jungendschutz bei höchstmöglicher Eigenverantwortlichkeit der Jungendlichen", betonte Grossmann. Und schließlich wünscht sich die SPÖ-Jugendsprecherin, dass verstärkt auch die Gastronomie zur Verantwortung gezogen wird. "Nach einer Umfrage der Steirischen Landesregierung werden zum allergrößten Teil nur die Jugendlichen und ihre Eltern bestraft - der unerlaubt an Jugendliche Alkohol ausschenkende Wirt aber nicht", sagte Grossmann. Vorstellbar sind für Grossmann gesetzliche Regelungen, die bis hin zum Entzug der Betriebsstättengenehmigung gehen sollen. (Schluss) up

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