ÖVP-Familienoffensive wider das "Aussterben"

Gratis-Kindergartenjahr, flexible Öffnungszeiten und Steuerbegünstigungen sollen Familiengründungen erleichtern

Klagenfurt (OTS) - Ein umfassendes familienpolitisches Modell
gegen die nach wie vor besorgniserregend niedrige Geburtenrate stellte heute die ÖVP Kärnten vor. Im Vordergrund stehen dabei nicht finanzielle Anreize, sondern Verbesserungen in der Organisation des Alltagslebens, wie Parteiobmann LR Josef Martinz betonte. Schreite die derzeitige Entwicklung fort, werde in absehbarer Zeit der Generationenvertrag nicht mehr eingehalten werden können, warnte Martinz: "Ich bin nicht bereit, zu akzeptieren, dass wir uns dem offenbar gefassten gesellschaftspolitischen Entschluss, auszusterben, ohne politische Gegenstrategie ergeben."

Diese ist auch dringend notwendig: Wurden in Kärnten vor 30 Jahren etwa 8400 Geburten pro Jahr gezählt, ist sind heute nur etwas mehr als die Hälfte. ÖAAB-Landesobmann Hubert Pirker: "Im gleichen Zeitraum sehen wir den Trend von der Drei-Kind-Familie zur Ein-Kind-Alleinerzieherin. Die Konsequenzen sind für jeden ableitbar." Die vorliegenden Studien identifizieren die Schuldigen eindeutig: Der Be-ruf und die Sorge um den Arbeitsplatz gehen immer öfter zu Lasten des Kinderwunsches, unter den Akademikerinnen entschließt sich oft nur mehr jede zweite Frau zur Mutterschaft. Pirker: "Die Arbeitswelt hat sich in den vergangenen Jahren so dramatisch verändert, dass wir die öffentlichen Modelle dringend anpassen müssen - auch wenn keine Regierung in Österreich so viel für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf getan hat wie die jetzige." Österreich liege in den diesbezüglichen Ausgaben im europäischen Vergleich an zweiter Stelle hinter Luxemburg und werde dafür auch innerhalb der EU als vorbildhaft gewürdigt. Trotzdem bleibe viel zu tun, ist der ehe-malige EU-Abgeordnete überzeugt, und nennt flexible Tages- und Jahresöffnungszeiten, spezielle Betreuungsgruppen für die Randzeiten und den verstärkten Einsatz von Tagesmüttern als geeignete Gegenrezepte zur gewollten Kinderlosigkeit vieler junger Paare. Pirker: "Der Wunsch nach Kindern ist eher realistisch, wenn Beruf und Familie besser verbunden werden können." Das gilt auch für den Ausbau altersgemischter Gruppen und die Nachmittagsbetreuung der Bis-zu-14jährigen. "Das muss flexibel nach den Ansprüchen der Familien gestaltet werden", verlangt Pirker.

LR Martinz will neben den organisatorischen Rahmenbedingungen aber auch weitere steuerliche Erleichterungen schaffen, wie beispielsweise die Berücksichtigung von Mehrkindfamilien durch die stärkere Förderung des zweiten und dritten Kindes, aber auch durch die Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten. Entsprechende Verhand-lungen auf Bundesebene wird Martinz umgehend führen. Darüber hinaus will die ÖVP Jungfamilien auch beim Kindergarten entlasten:
Ein Jahr pro Kind soll gratis sein und von Bund und Land finanziert werden.
Einen Tabubruch fordert Martinz im Zusammenhang mit den Schul- und Kindergartensprengeln: Sie sollten aufgehoben werden und Eltern selbst entscheiden, welcher Kindergarten oder welche Schule für ihr Kind fachlich, aber auch geographisch am besten geeignet sei. Martinz: "Die Politik sollte sich nicht nach Gebäuden orientieren, sondern an den Bedürfnissen der Menschen."

Hinweis: Morgen, Dienstag, veranstaltet der ÖAAB im Zuge der >>Offensive::Familie der ÖVP Kärnten zum Thema "Familie und/oder Beruf" eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion (Eventplateau der Raiffeisen-Landesbank Kärnten, St. Veiter Ring 35, Klagenfurt, 19.00 Uhr).

Das detaillierte Programm der Familienoffensive finden Sie auch unter www.oevpkaernten.at

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