GORBACH: Verkehrsbeeinflussungsanlagen in Tirol funktionieren stabil und zuverlässig

VBA verhinderte bisher Auffahrunfälle

Wien (OTS) - Seit 29. April 2005 läuft der offene Probebetrieb der Verkehrsbeeinflussungsanlagen (VBA) Tirol. Vizekanzler und Verkehrsminister Hubert Gorbach: "Die ersten 50 Tage haben uns gezeigt, dass das System stabil und zuverlässig läuft und die Erwartungen bisher erfüllt wurden. Die automatisch geschalteten Stauwarnungen z.B. konnten gezielt Verkehrsteilnehmer vor einem Stauende warnen und somit Unfälle durch Auffahren vermeiden."

Dr. Norbert Deweis, Geschäftsführer der ASFINAG Verkehrstelematik GmbH: "Die seit Oktober 2004 eingeschulten Operatoren in der ASFINAG Verkehrsleitzentrale in Wien-Inzersdorf stehen im ständigen Kontakt mit der Landesleitzentrale Tirol in Innsbruck, mit den Autobahnmeistereien und deren Streifendienste sowie mit dem Landespolizeikommando Schönberg und der ASFINAG Hauptmautstelle Schönberg. Diese Zusammenarbeit sichert langfristig den Erfolg des Verkehrmanagement und Informationssystem der ASFINAG."

Utl.: Verbesserte Baustellenabsicherungen

Mit den ASFINAG Autobahnmeistereien in Tirol werden unterstützende Maßnahmen an Baustellen vorab abgesprochen. Dadurch werden zum einen fertig eingerichtete Baustellenbereiche besser abgesichert, zum anderen werden die Mitarbeiter beim Einrichten und Abbrechen von Baustellen beispielsweise durch Fahrstreifensperrungen und Geschwindigkeitsbeschränkungen effizient abgesichert.

Utl.: Erfahrungen bei Unfallschaltungen

Als besonders wirkungsvoll erwiesen sich die frühzeitigen Warnhinweise vor Unfällen. Diese konnten zum Teil von den Operatoren in der ASFINAG Verkehrsleitzentrale Wien-Inzersdorf durch Beobachten der in der ersten Ausbaustufe vorhandenen 42 Videokameras erkannt und die Landesleitzentrale Tirol gemeldet werden.

Am 04.05.2005 ereignete sich eine Lkw-Panne in der Schönberggalerie. Der Verkehr wurde mit einem Räumpfeil vom betroffenen Fahrstreifen abgeleitet, wodurch die Pannenstelle abgesichert wurde und der Verkehrsfluss aufrecht gehalten werden konnte. Durch Videobeobachtung konnte gezielt auf den Verkehr reagiert werden und die Schaltmaßnahme situationsgerecht angepasst werden.

Am 20.05.2005 musste die A13 Brenner Autobahn Richtungsfahrbahn Brenner aufgrund eines Lkw-Unfalls im Bereich Innsbruck-Süd für ca. eine Stunde voll gesperrt werden. Hier konnte die VBA die Verkehrsteilnehmer mit den Informationstafeln auf der A12 Inntal Autobahn vor der Sperre warnen und Verkehrsteilnehmern eine Umfahrung ermöglichen. Fahrer, die sich bereits im Zulauf auf die A13 Brenner Autobahn befanden, wurden mit Geschwindigkeitsschaltungen und einer Warnschaltung auf die Sperre vorbereitet.

Am 21.05.2005 kam es zu einem Unfall auf der A13 Brenner Autobahn Richtungsfahrbahn Brenner im Bereich des Grenzübergangs nach Italien. Die erforderliche Hubschrauberlandung konnte durch eine Vollsperrenschaltung der VBA unterstützt und abgesichert werden.

Am 23.05.2005 konnte durch Videobeobachtung in der Verkehrsleitzentrale Wien-Inzersdorf ein schwerer Unfall mit Personenschaden im Knoten Innsbruck - Amras auf der A12 Inntal Autobahn RFB Bregenz festgestellt werden. Die Durchfahrt Richtung Bregenz war aufgrund querstehender Fahrzeuge nicht möglich. Der Unfall wurde vom diensthabenden ASFINAG Operator umgehend an die LLZ Tirol gemeldet, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht informiert war und sofort Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr zum Unfallort schickte. Als Sofortmaßnahme wurde noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte von der VBA eine Unfallwarnung und nach Eintreffen der Exekutive eine Umleitungsempfehlung im Zulauf geschaltet.

Am 30.05.2005 wurde vom zuständigen Operator ein Stau auf der A12 RFB Kufstein vor dem Wiltener Tunnel mittels der Kamerabilder detektiert. Durch Aufschaltung weiterer Kameras konnte ein Unfall im Wiltener Tunnel erkannt werden, der umgehend zunächst der LLZ Tirol, der zuständigen Autobahnmeisterei Plon und der Tunnelüberwachungszentrale TÜZ Imst gemeldet wurde. Durch Vorwarnungen, Tunnelsperre und Umleitungsschaltung konnten zum einen die Bergungsarbeiten unterstützt sowie ein größerer Verkehrzusammenbruch im Ballungsraum Innsbruck vermieden werden.

Am 31.05.2005 wurde durch die Kamerabildüberwachung vom ASFINAG Operator ein Fahrzeugbrand im Wiltener Tunnel, A12 Inntal Autobahn RFB Bregenz erkannt und gemeldet. Aus Sicherheitsgründen und zur Unterstützung der Rettungsarbeiten musste der Wiltener Tunnel in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden. Die VBA Tirol konnte durch Umleitungsschaltungen, Geschwindigkeitsanzeigen, Informationstafeln und Schaltung des Tunnelsperre-Programms maßgeblich unterstützen.

Utl.: Warnung vor Geisterfahrer

Durch die automatische Geisterfahrererkennung der Sensoren der VBA Tirol konnte am 15.05.2005 ein Geisterfahrer erkannt und vor ihm gewarnt werden. Am 28.05.2005 informierte die LLZ Tirol über die Direktleitung zur Verkehrsleitzentrale Wien-Inzersdorf über einen Geisterfahrer im Bereich Zirl (A12). Da sowohl der exakte Aufenthaltsort als auch die Fahrtrichtung nicht sicher bekannt war, wurde die Geisterfahrerwarnung für einen großräumigen Bereich in beide Fahrtrichtungen aktiviert. Die entsprechende Radiomeldung erfolgte rund sieben Minuten nach der VBA-Schaltung. Ein folgenreicher Unfall blieb in allen Fällen aus.

Utl.: Regionale Besonderheiten

Die VBA Tirol unterstützt durch langfristige Informationen auf den Wechseltextanzeigen an den Grenzen zu Deutschland und Italien sowie im Großraum Innsbruck das Verkehrgeschehen in Tirol. Als Beispiel dient die Vorinformation auf die Versammlung von Transitgegnern auf der A12 Inntal Autobahn bei Vomp, zu der am 27.05.2005 von 12:00 bis 24:00 die A12 in beiden Fahrtrichtungen gesperrt wurde. Deshalb wurden an den Grenzen im halbstündigen Wechsel Hinweistexte in deutscher und italienischer Sprache aufgeschaltet.

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