ÖAMTC: Ferienkalender muss auf die Interessen der Autofahrer Rücksicht nehmen

Club kritisiert - Entscheidung soll heute fallen, ohne dass alle Betroffenen gehört worden sind

Wien (ÖAMTC-Presse) - Bei der heutigen Verkehrsreferenten-Tagung der Bundesländer soll unter anderem eine Entscheidung über die Ferienreise-Verordnung fallen. "Damit befinden ausschließlich Ländervertreter über diese wichtige Frage", ärgert sich der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung Mario Rohracher. "Wir befürchten, dass die Interessen der Autofahrer damit unter die Räder kommen." Der Club hatte wiederholt einen Runden Tisch gefordert, bei dem auch Autofahrerclubs, weitere Interessenvertreter und Vertreter der Wirtschaft in eine offene Diskussion einbezogen werden. "Wir verwehren uns gegen den derzeitigen Plan, die Sommer- sowie die Ferienreise-Verordnung abzuschaffen", bekräftigt Rohracher. "Diesem programmierten Chaos auf Österreichs Straßen muss rechtzeitig ein Riegel vorgeschoben werden."

Die Sommerreise-Verordnung schrieb bisher auf den meisten heimischen Autobahnen ein Fahrverbot für Lkw bzw. Gespanne ab 7,5 Tonnen Gesamtgewicht an den Samstagen der Ferienwochenenden zwischen 8 Uhr und 15 Uhr vor. Sie ergänzte damit das ab 15 Uhr geltende Wochenendfahrverbot. Die Ferienreise-Verordnung hat dieses Fahrverbot zusätzlich auf mehrere Freitage zwischen 15 und 19 Uhr ausgedehnt. Sollten diese sinnvollen Regelungen fallen, fordern die Club-Experten, dass die neue Verordnung wenigstens folgende Punkte enthält:

*Der Ferienkalender muss mit den Ferienterminen in Deutschland abgestimmt werden. Nur so kann der "Urlauberschichtwechsel" ohne Chaos auf Österreichs Straßen über die Bühne gehen.

*Die Verbotsstrecken sollten jenen der alten Sommerreise-Verordnung entsprechen. Zumindest aber müssen für den Club folgende Autobahnen enthalten bleiben: Die A1 (West Autobahn) und A2 (Süd Autobahn) auf allen Strecken mit nicht mehr als zwei Fahrstreifen, sowie die A10 (Tauern Autobahn) auf der gesamten Länge.

*Ein Entfall der Lkw-Fahrverbote an bestimmten Freitagen ist für den Club inakzeptabel. Die erhebliche Mehrbelastung durch den Urlauberverkehr an den betroffenen Ferienwochenenden kann nicht ausgeglichen werden. Für die Freitage muss weiter die bewährte Ferienreise-Verordnung mit noch anzupassenden Routensperren gelten.

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ÖAMTC-Pressestelle/Claudia Kesche

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