Franz Heidlmair wieder Obmann des Fachverbandes der kleinen Versicherungsvereine

Wolfgang Schwärzler und Franziska Hiptmair als Stellvertreter bestätigt - Ar-beitschschwerpunkt: "Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsbetriebe erhalten und stärken"

Wien (PWK440) - Vergangenen Freitag hat der Fachverbandsausschuss der kleinen Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit in Salzburg die bisherige Führung für die Funktionsperiode 2005 bis 2010 wiedergewählt: Franz Heidlmair wurde als Obmann des Fachverbandes bestätigt; auch Wolfgang Schwärzler und Franziska Hiptmair haben ihre Stellvertreter-Funktion weiter in-ne.

Vorrangiges Ziel des Fachverbandes ist es weiterhin, die wirtschaftliche Entwicklung der kleinen Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit zu unterstützen und ihre Wettbewerbsfä-higkeit zu erhalten, sodass die erfreuliche positive Branchenentwicklung anhält:
Trotz der starken Konkurrenz sowie der sich laufend ändernden gesetzlichen Bestimmungen (zuletzt im Bereich der Versicherungsvermittlung) schaffen es die kleinen Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, sich neuen Gegegebenheiten anzupassen und ihre strukturellen Vorzüge wie Kundennähe, Mitgliederorientiertheit, hohe Eigenkapitalausstattung sowie kostengüns-tige Organisation und Betriebsführung zu nutzen.

Derzeit gibt es in Österreich 61 kleine Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, die mit Ausnahme des Burgenlandes in allen Bundesländern angesiedelt sind. Kleine Versicherungs-vereine auf Gegenseitigkeit stellen eine Unterform des Versicherungsvereins auf Gegensei-tigkeit dar. Viele von ihnen bestehen schon seit weit über 200 Jahren, der älteste wurde bereits 1710 gegründet. Sie verkörpern somit die älteste Form der Vertragsversicherung in Österreich.

Versicherungsunternehmen dürfen in Österreich nur in der Rechtsform einer Aktiengesell-schaft oder eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit betrieben werden. Auf Grund ihrer Rechtsform sind sie nicht erwerbsorientiert, sondern Genossenschafts-ähnlich organi-siert. Das heißt, nicht der Verkauf von Versicherungsschutz gegen Entgelt, mit dem Ziel eine Dividende für fremde Geldgeber (Aktionäre) zu erwirtschaften, steht im Vordergrund des Wirtschaftens. Viel mehr liegt ihr Wesen zum Großteil nach wie vor im ursprünglichen Sinn des Versicherungsgedankens begründet, nämlich im Zusammenschluss zu einer Gefah-rengemeinschaft zur wirtschaftlichen Absicherung und zum kostengünstigen Schutz gegen gleichartige Risiken (Gegenseitigkeitsprinzip). Die Versicherungsnehmer sind deshalb nicht Kunden im herkömmlichen Sinn, sondern sind als Mitglieder gleichzeitig auch Teilhaber am Versicherungsunternehmen. Jedes Mitglied ist stimmberechtigt in der Generalversamm-lung, die über Grundsatzfragen der Geschäftspolitik - wie insbesondere Gewinnverteilung, Bestellung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie Satzungsänderungen - entscheidet. (JR)

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