Bayr: Behinderte Menschen in die Entwicklungspolitik integrieren

Internationale Konferenz über Entwicklungsfragen in Parlamenten tagt in Wien

Wien (SK) In ihrem Eröffnungsstatement zur Podiumsdiskussion "Mobilizing Parliamentarians for the Millennium Development Goals" ging Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Entwicklungszusammenarbeit" auf die Notwendigkeit der Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in die Entwicklungszusammenarbeit ein. "Es wird nicht möglich sein, die Millenniums Entwicklungsziele bis 2015 zu erreichen, wenn wir Menschen mit Behinderungen nicht in allen unseren Entwicklungsanstrengungen mitberücksichtigen und gleichzeitig spezielle Angebote für sie machen", so Bayr am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Über 600 Millionen Menschen leben weltweit mit Behinderungen, 82 Prozent von ihnen unter der Armutsgrenze. Nur 3-4 Prozent aller behinderten Menschen werden von entwicklungspolitischen Maßnahmen erreicht. "Behinderte Frauen in Entwicklungsländern gehören zu den am meisten marginalisierten Gruppen überhaupt", stellte die Abgeordnete fest. "Sie werden doppelt bis dreifach so oft Opfer von körperlicher und sexueller Gewalt als Frauen und Mädchen ohne Behinderung!" Die Sterblichkeitsrate von behinderten Kindern ist in Ländern, in denen die Kindersterblichkeit sonst unter 20 Prozent liegt, mit 80 Prozent "unvorstellbar hoch".

"Diese Zahlen zeigen drastisch, dass nachhaltige Entwicklung nur erreicht werden kann, wenn es ein aktives Einbeziehen aller Menschen gibt, jene mit Behinderungen und ihren Interessensvertretungen eingeschlossen", mahnte Bayr mehr Anstrengungen in diesem Bereich ein.

Die Konferenz des parlamentarischen Netzwerkes der Weltbank mit dem Titel "Mobilizing Parliamentarians for Development" findet von 11. bis 13. Juni in Wien statt. Petra Bayr war in ihrer Funktion als Vorsitzende des parlamentarischen Unterausschusses für Entwicklungspolitik von Anfang an bei der Planung der Konferenz dabei. Über hundert RepräsentantInnen von nationalen Parlamenten, parlamentarischen Netzwerken, Think Tanks, Instituten, Universitäten, multilateralen Organisationen und NGOs beraten drei Tage lang in Wien über eine neue Rolle der Parlamente in der Entwicklungszusammenarbeit. Bayr abschließend: "Ich bin stolz, dass eine Konferenz zu einer so wichtigen Frage in Wien stattfindet. Es ist zu hoffen, dass eine stärkere Involvierung von ParlamentarierInnen in Zukunft zu einer 'Wiener Handschrift' führt!" (Schluss) up/mp

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