Tumpel zum Vatertag: "Bezahltes Vaterschutzmonat überfällig"

AK Präsident will Recht der Väter auf ein Monat bezahlte Freistellung nach Geburt des Kindes und mehr Wahl beim Kinderbetreuungsgeld

Wien (OTS) - "Viele Väter wollen an der Kinderbetreuung
teilhaben", sagt AK Präsident Herbert Tumpel zum Vatertag, "dafür muss die Regierung bessere Bedingungen schaffen." Ganz dringend wünschen sich die Familien ein bezahltes Vaterschutzmonat unmittelbar nach der Geburt des Kindes - bei einer AK Umfrage unter Eltern in Karenz sprachen sich neun von zehn Befragten dafür aus. "Ein Recht der Väter auf ein Monat bezahlte Freistellung nach der Geburt ihres Kindes würde die partnerschaftliche Teilung der Kinderbetreuung in der Familie fördern. Und ich gehe davon aus, dass Väter danach auch öfter in Karenz oder Elternteilzeit gehen würden als derzeit", sagt Tumpel. Freilich müssen es sich die Familien leisten können, dass der Vater in Karenz oder Elternteilzeit geht. Dafür fordert der AK Präsident freie Wahl beim Kinderbetreuungsgeld: Der Gesamtbetrag soll auch in kürzerer Zeit mit höheren Monatsbeträgen in Anspruch genommen werden können. Außerdem soll es keine Zuverdienstgrenze geben, wenn sich Eltern während des Bezugs von Kinderbetreuungsgeld für Teilzeitarbeit entscheiden.

"Frauen wollen längst keine Dazuverdiener mehr sein, und Männer wollen nicht nur am Wochenende Anteil an der Entwicklung ihrer Kinder haben", sagt Tumpel, "mehr Möglichkeiten zur partnerschaftlichen Teilung der Kinderbetreuung wären auch wichtig für bessere Chancen der Frauen beim Wiedereinstieg." Dafür fordert der AK Präsident ein bezahltes Vaterschutzmonat: "Gerade die erste Phase der Kinderbetreuung ist entscheidend für die Übernahme von Verantwortung und den Aufbau einer engen Eltern-Kind-Beziehung." Für ganz wichtig hält Tumpel auch, dass Väter öfter in Karenz oder Elternteilzeit gehen: "Das müssen sich die Familien aber auch leisten können."

Derzeit scheitert die Väterkarenz für zwei von drei Familien an den finanziellen Einbußen für den Haushalt, zeigt die AK Befragung unter Eltern in Karenz. Deshalb will Tumpel Wahlfreiheit beim Kinderbetreuungsgeld: Der Gesamtbetrag soll auch in kürzerer Zeit mit höheren Monatsbeträgen in Anspruch genommen werden können. "Dadurch wäre der Einkommensverlust geringer", sagt Tumpel. Gefördert werden soll die partnerschaftliche Teilung der Kinderbetreuung auch durch freie Wahl zwischen einer betragsmäßigen und einer Arbeitszeitgrenze für den Zuverdienst zum Kinderbetreuungsgeld. Wären etwa bis zu 24 Wochenstunden Teilzeit ohne Geldgrenze für den Zuverdienst möglich, könnten Väter leichter Kinderbetreuung, Kinderbetreuungsgeldbezug und Teilzeit kombinieren.

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