Dolinschek: ÖZIV ist aus Landschaft der österreichischen Behindertenbewegung nicht mehr wegzudenken

Kapfenberg (BMSG/STS) - Sozialstaatssekretär Sigisbert Dolinschek unterstrich im Rahmen seiner Festansprache zum 40-jährigen Jubiläum der Bezirksgruppen Bruck/Mur, Kapfenberg und Mürzzuschlag des Österreichischen Zivilinvalidenverbandes dessen Wichtigkeit. "Für mich als Behindertenstaatssekretär ist der ÖZIV aus der Landschaft der österreichischen Behindertenbewegung nicht wegzudenken - er ist ein überaus kompetenter und maßgeblicher Ansprechpartner in allen Angelegenheiten für Menschen mit Behinderung". ****

Die bedeutende Rolle habe sich der ÖZIV in den letzten Jahrzehnten durch seriöse und fundierte Arbeit im Interesse von Menschen mit Behinderung redlich erarbeitet. "Auch ganz aktuell - nämlich bei den Beratungen über das Behindertengleichstellungsgesetz - ist mir der ÖZIV immer wieder ein sehr willkommener Partner und Berater in dieser gewiss nicht leichten Materie".

Der Staatssekretär sprach in seiner Rede einmal mehr das Thema "Behindertenmilliarde" an, die im Jahr 2001 von der Bundesregierung ins Leben gerufen wurde. "Die Behindertenmilliarde hat als Zielsetzung, Menschen mit Behinderung einen Eintritt in reguläre Beschäftigungsverhältnisse zu ermöglichen bzw. auch umgekehrt dafür Sorge zu tragen, dass Menschen mit Behinderung möglichst lange im Arbeitsmarkt verbleiben können. Was den ÖZIV betrifft, so hat er mit seinem Projekt "Support" wesentliche Schritte in der Umsetzung der Ziele der Behindertenmilliarde gesetzt".

Support ist eine Beratung für Menschen mit Behinderung in sozialen und beruflichen Angelegenheiten und geeignete Maßnahmen zur Professionalisierung der Beratung Österreichweit. "Dies soll aber auf professionell gestalteter Basis erfolgen und genau hier ist der Ansatzpunkt für die Verbindung mit meinem Ministerium: Aus den Mitteln der Behindertenmilliarde wird die Ausbildung der Beraterinnen und Berater finanziert", so Dolinschek weiter.

Ein weiterer Bereich des Supports ist "Coaching". Die Coaches holen -vor allem durch gezielte Gespräche und Fragen - das Beste aus ihren KlientInnen heraus. Sie versuchen, (vielleicht verborgene) Fähigkeiten bewusst zu machen. Dadurch fördern sie die persönliche Entwicklung und motivieren zu neuen Aktivitäten. Die positiven Erfahrungen mit dieser Methode im Wirtschafts- und Sportbereich waren Anstoß dazu, Coaching kostenlos auch für Menschen mit Behinderung zugänglich zu machen und sie zu mehr Eigenverantwortung und damit Selbstbestimmung zu führen. In erster Linie geht es darum, "Hilfe zur Selbsthilfe" anzubieten. So können Probleme von den KlientInnen selbst optimal und individuell bewältigt werden.

"Das Coaching hilft Menschen mit Behinderung, ihr Selbstbewusstsein zu steigern. Ebenso bringt es Klarheit über private und berufliche Ziele und Fragestellungen. Coaching hilft dabei, zu lernen, sich selbst zu motivieren sowie innere Balance und Ausgeglichenheit zu finden und zu bewahren. Coaching wird an mehr als 20 Standorten in ganz Österreich kostenlos und individuell angeboten", betonte der Behindertenstaatssekretär. "Deshalb ist das Projekt "Support" für mich von besonderer Bedeutung und ich erachte jeden Euro, der in dieses Projekt fließt, für wirkungsvoll!". (Schluß) bxf

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