EHRENZEICHEN FÜR VERDIENTE ABGEORDNETE Jarolim, Lackner, Lapp, Maier und Öllinger erhalten Auszeichnungen

Wien (PK) - Nationalratspräsident Andreas Khol überreichte heute im Beisein der Zweiten Präsidentin des Nationalrates Barbara Prammer an die S-Abgeordneten Johannes Jarolim, Herbert Lackner
und Johann Maier das Große Goldene, an Christine Lapp das Große Silberne und an den stellvertretenden Klubobmann der Grünen Karl Öllinger das Große Silberne Ehrenzeichen mit dem Stern. Die Auszeichnungen waren den Mandataren vom Bundespräsidenten für
ihre Verdienste um die Republik Österreich verliehen worden. In einigen Tagen erhält aus demselben Anlass Klubobmann Herbert Scheibner das Große Goldene Ehrenzeichen am Bande.

Khol begrüßte alle Anwesenden herzlich und würdigte ausführlich die Verdienste der zu Ehrenden. Mit diesen Ehrenzeichen sage
ihnen die Republik Dank für die Arbeit, welche diese im Dienste
der Allgemeinheit leisteten. Der Präsident ging auf die Viten der Mandatare ein und gratulierte ihnen herzlich zur Auszeichnung. Seitens der Abgeordneten sprach Öllinger Worte des Dankes.

Johannes Jarolim wurde am 27. Dezember 1954 in Wien geboren. Nach der Matura studierte Jarolim an der Universität Wien Rechtswissenschaften und promovierte 1980 zum Doktor iuris.
Sodann arbeitete Jarolim in der Rechtsabteilung der Austrian Airlines, ehe er sich 1989 als Rechtsanwalt selbständig machte. Früh in der SPÖ engagiert, avancierte er in der Bezirksorganisation Leopoldstand zum Sektionsleiter und zum
Mitglied des Bezirksvorstandes. Im Dezember 1994 zog Jarolim erstmals in den Nationalrat ein, verlor sein Mandat jedoch wieder
im November 1995, als die bislang als Staatssekretärin amtierende Brigitte Ederer in den Nationalrat zurückkehrte. Nach Ederers Wechsel in die Wiener Landesregierung im Februar 1997 wurde
Jarolim ein weiteres Mal Abgeordneter. Zudem ist Jarolim seit
1998 Justizsprecher seiner Fraktion und seit 2003
stellvertretender Obmann des Justizausschusses.

Manfred Lackner kommt aus Kärnten. Geboren am 29. September 1946
in Sankt Veit an der Glan, absolvierte er die Pflichtschulen und trat 1962 in den Dienst der heimatlichen Bezirkshauptmannschaft. 1968 wechselte er als Gemeindesekretär nach Rangersdorf, ehe er 1971 Zollwachebeamter wurde. 1974 "emigrierte" Lackner in die
BRD, wo er seinen beruflichen Werdegang bis 1979 fortsetzte, ehe
er nach Vorarlberg übersiedelte, wo er seitdem als Leiter der Finanzabteilung des Bludenzer Krankenhauses arbeitet. 1990 zog Lackner für die SPÖ in den Bludenzer Gemeinderat ein, ein Jahr später wurde er Bezirksparteivorsitzender der Bludenzer SPÖ. 1995 avancierte Lackner zum stellvertretenden Landesparteivorsitzenden der Vorarlberger SPÖ, seit Januar 1996 gehört Lackner dem Nationalrat an, wo er seit 2003 auch stellvertretender Obmann des Gesundheitsausschusses ist.

Johann Maier kam am 8. Mai 1952 in Salzburg zur Welt und
studierte nach der Matura Jus an der dortigen Universität. Bis
1980 war er sodann Universitätsassistent, ehe er in den Dienst
der Salzburger Arbeiterkammer trat, wo er seit 1982 Leiter der Konsumentenschutzabteilung ist. Maier bekleidet zahlreiche ehrenamtliche Funktionen in der Salzburger SPÖ und ist seit März 1996 Abgeordneter zum Nationalrat, wo er stellvertretender Obmann des Sportausschusses ist.

Christine Lapp wurde am 14. Dezember 1962 in Wien geboren und studierte nach der Matura Politikwissenschaften und Publizistik
an der Wiener Universität. 1989 schloss sie ihre Studien mit dem Magistergrad ab. Lapp engagierte sich in der Jungen Generation in der SPÖ, wo sie Bezirksvorsitzende der JG Simmering und Mitglied des Wiener Landesvorstandes war. 1990 wurde sie in ihrem Heimatbezirk Bezirksrätin, ein Jahr später zog sie in den Wiener Landtag ein. Beruflich war Lapp zunächst als Pressereferentin des Freien Wirtschaftsverbandes und danach als Redakteurin beim
"Wiener Blatt" tätig. Im Mai 2001 wechselte Lapp in den Nationalrat, wo sie unter anderem Schriftführerin im Unterrichtsausschuss ist.

Karl Öllinger wurde am 21. Juli 1951 in Ried im Innkreis geboren und begann nach der Matura ein Studium der Politologie und Germanistik an der Universität Salzburg. Dort engagierte er sich für den VSStÖ, dessen Bundessprecher Öllinger 1976 wurde. Seit 1973 war Öllinger zudem Mandatar des Zentralausschusses der Österreichischen Hochschülerschaft. Politische Differenzen mit
der Linie der SPÖ führten 1978 zum Ende der Aktivitäten Öllingers in der SPÖ, und Öllinger engagierte sich hernach bei der Gewerkschaftlichen Einheit, einer Art Vorläuferorganisation der heutigen grünen Gewerkschafter. 1989 wurde Öllinger für die GE Kammerrat, zwei Jahre später Bezirksrat für die Grünen in Wien-Leopoldstadt. Im November 1994 wurde Öllinger schließlich Abgeordneter zum Nationalrat, 1997 avancierte er zum stellvertretenden Klubobmann der Grünen.

Herbert Scheibner, der sein Ehrenzeichen am 21. Juni 2005 überreicht bekommt, wurde am 23. April 1963 in Wien geboren. Er engagierte sich frühzeitig in der FPÖ und wurde 1987 freiheitlicher Bezirksrat in Rudolfsheim-Fünfhaus. Seit 1989 war Scheibner Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Jugend, und seit jenem Jahr gehörte Scheibner auch dem Bundesvorstand der FPÖ an. Ein Jahr später zog Scheibner für seine Partei in den Nationalrat ein. Ab 1992 war Scheibner Mitglied des Bundespräsidiums der FPÖ, im selben Jahr wurde er Generalsekretär seiner Partei. Ab 1995 wirkte Scheibner bis 1999 als Geschäftsführer der Freiheitlichen Akademie, ehe er im Herbst 1999 Klubobmann seiner Fraktion wurde.
Ab Februar 2000 amtierte Scheibner als Bundesminister für Landesverteidigung, ehe er nach den Wahlen vom Herbst 2002 wieder das Amt des freiheitlichen Klubobmannes übernahm. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Eine Aussendung der Parlamentskorrespondenz
Tel. +43 1 40110/2272, Fax. +43 1 40110/2640
e-Mail: pk@parlament.gv.at, Internet: http://www.parlament.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPA0004