MOLTERER: SCHÜSSEL FINDET RICHTIGE BALANCE ZWISCHEN STAATSVERSTÄNDNIS UND WERTORIENTIERUNG

Festschrift zum 60.Geburtstag des Bundeskanzlers

Wien (ÖVP-PK) - Heute, Dienstag, feiert Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel seinen 60. Geburtstag. Aus diesem Anlass haben Nationalratspräsident Dr. Andreas Khol und ÖVP-Klubobmann Mag. Wilhelm Molterer zu einem Empfang ins Parlament geladen, in dessen Rahmen dem Bundeskanzler die "Festschrift für Wolfgang Schüssel" überreicht wurde. ****

"Man kann Gott nicht allein mit Arbeit dienen, sondern auch mit Feiern und Ruhen", zitierte Molterer zu Beginn seiner Rede Martin Luther. "Doch Wolfgang Schüssel sorgt dafür, dass das Parlament nicht zur Ruhe kommt", nahm Molterer auf das Hohe Haus Bezug, das für Wolfgang Schüssel einen Teil seiner Geschichte und politischen Wirkens bedeute. "Du bist im Parlament groß geworden. Und es gab keinen Bundeskanzler, der mit einer solchen Inbrunst wie Du das Parlament genießt. Das zeigt, mit welchem Respekt Du den vom Volk frei gewählten Abgeordneten gegenübertrittst."

Sir Karl Popper hat einmal gesagt: "Die Zukunft ist offen. Sie ist nicht vorausbestimmt. Daher kann sie niemand voraussagen - außer durch Zufall." Sehr wohl aber könne man die Geschichte mitbestimmen -durch den Einfluss auf das, was kommt, fügte Molterer hinzu. Und das nehme Schüssel wahr. "Du bist ein Optimist, aber kein blinder. Du suchst den Optimismus aus dem, was Du aus eigener Anschauung erfahren hast", fuhr Molterer fort und nannte vier Punkte, die seiner Erfahrung nach für Schüssel wichtig seien:

- Europafestigkeit, "die Du lebst und einforderst." Diese Europafestigkeit sei von existentieller Bedeutung für unser Land. "Pro Europa einzutreten nicht aus Beliebigkeit, sondern wenn es erforderlich ist. Österreich hat seine Stärke daraus gezogen."

- Wertorientierung: Schüssel mache keine Politik aus Beliebigkeit, sondern mit christlich sozialer Orientierung. "Das ist nicht angeboren, das muss man sich erarbeiten, so wie Wolfgang Schüssel das getan und damit Maßstäbe gesetzt hat."

- Staatsverständnis als Verständnis der diffizilen Balance zwischen Solidarität und Eigenverantwortung. "Wolfgang Schüssel ist erfolgreich in seiner Suche nach der richtigen Balance. Sein Politikmodell beruht auf diesem Staatsverständnis und der Wertorientierung."

- Soziale Marktwirtschaft mit ökologischer und ethischer Dimension. "Mit dumpfer Europa- und Kapitalismuskritik kann etwas entstehen, was wir für Europa und die Marktwirtschaft nicht wollen", warnte Molterer. "Diese Festschrift ist damit auch ein politisches Manifest."

Mit einem Goethe-Zitat beendete Molterer seine Festrede "Gott gibt die Nüsse, aber er knackt sie nicht auf." "Diese Festschrift ist das Instrumentarium für’s Nüsseknacken, und Wolfgang Schüssel ist der Nussknacker."
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