Städtebund feiert beim Städtetag 90jähriges Jubiläum

Österreichischer Städtetag beginnt morgen in Salzburg - Publikation "90 Jahre Städtebund" erschienen

Wien (OTS) - Der diesjährige Österreichische Städtetag, also die Jahresversammlung der Mitgliedsgemeinden des Österreichischen Städtebundes, öffnet morgen (bis 10. Juni 2005) in Salzburg seine Pforten. Erstmals seit 1986 ist damit das Spitzentreffen der österreichischen Städte in der Stadt Salzburg zu Gast.

Die Beratungen stehen unter dem Generalthema "INNOVATION: Stadt" und sollen aufzeigen, wie die Städte und größeren Gemeinden ihre Verwaltungsstrukturen und die kommunalen Leistungen modernisieren und damit auch unter den einschränkenden Bedingungen der allgemeinen Sparpolitik möglichst gute Leistungen für die Bürger und die örtliche Wirtschaft erbringen. An der Veranstaltung nehmen über 650 Kommunalvertreter aus den 250 Mitgliedsgemeinden des Städtebundes, darunter alle Bürgermeister der Landeshauptstädte, teil.

Eröffnung durch Städtebundpräsident Michael Häupl

Der Städtetag wird am 8. Juni von Wiens Bürgermeister Michael Häupl in Anwesenheit von Bundespräsident Heinz Fischer im Salzburg Congress eröffnet. Die Grußworte an den Städtetag überbringt seitens der Bundesregierung Bundesministerin Liese Prokop. Das Hauptreferat hält der Münchner Oberbürgermeister, Christian Ude, seit kurzem Präsident des Deutschen Städtetages.

Die inhaltlichen Beratungen werden am Donnerstag (9. Juni) in 3 Arbeitskreisen durchgeführt:

o Finanzen - Neue Kreativität - wirtschaftlich handeln, verantwortungsvoll sparen; o E-Government - Neue Instrumente - E-Government im Dienste von Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung; o Verwaltungsinnovation - Neue Chancen - neue Aufgaben, neue Organisationsstrukturen.

Zu allen drei Themen (Finanzen, E-Government und Verwaltungsreform) werden Studien vorgelegt, die den Delegierten auch eine Checkliste über erfolgreiche Reformmaßnahmen an die Hand geben.

Ohne diese Maßnahmen, die zum Teil in den Fachausschüssen des Städtebundes vorbereitet wurden, wäre es den Städten und Gemeinden Österreichs nicht möglich gewesen, in den letzten Jahren ausgeglichen (Maastricht-Ergebnis) budgetieren zu können.

Der Städtetag 2005 endet am Freitag mit dem Abschlussplenum sowie einer Podiumsdiskussion zum Thema "Stadt, Wirtschaft und Wissenschaft - Kooperation zum Vorteil aller".

Publikation "90 Jahre kommunale Interessenvertretung -Österreichischer Städtebund 1915-2005" erschienen

Der in diesen Tagen im Böhlau-Verlag erschienene Band ist ein "Geschichtsbuch der besonderen Art", da Kommunalgeschichte in Österreich bislang kaum systematisch untersucht wurde. 90 Jahre nach Gründung des Sekretariats des Städtebundes im Jahr 1915 wurde damit eine Publikation erstellt, die einen Überblick über 90 Jahre Städte-und Städtebundgeschichte gibt.

Zum Inhalt:

o Beiträge von Historikern zeigen die bewegten und letztlich tragischen Ereignisse der 20er und 30er Jahre auf;
o Dokumentation der Wiedererrichtung des Städtebundes im März 1946 gleich nach den ersten freien Wahlen sowie die Vorberatungen zur Gemeindeverfassungsnovelle von 1962;
o Darstellung der Vorbereitungen der Gemeinden auf den EU-Beitritt in den 90er Jahren und auf die Einführung des Euro;
o Herausarbeitung der hervorragenden Verankerung des Österreichischen Städtebundes in der Bundes-Verfassung, die zu einem Modell für die Rechte der Kommunen im Entwurf der Europäischen Verfassung wurde;
o Eigene Kapitel befassen sich weiters mit den Finanzausgleichsverhandlungen und den Ereignissen rund um die Getränkesteuer, dem internationalen Engagement des Städtebundes - vor allem nach der Öffnung der Ostgrenzen -, den Anliegen der Städte im Österreich-Konvent sowie der Vorreiterrolle der Städte im Sektor E-Government.
o Detailangaben zum Buch:
Erich Pramböck (Hg.): 90 Jahre kommunale Interessenvertretung. Österreichischer Städtebund 1915-2005.
Böhlau-Verlag. ISBN 3-205-77394-2. Wien-Köln-Weimar 2005.
Das Buch kostet im Buchhandel 29,90 Euro.

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