Grillitsch: SPÖ-Leichtfried will Existenzgrundlage der Bauern vernichten

SPÖ fordert im EU-Parlament erneut Streichung der Exporterstattungen für Zuchtvieh

Wien (AIZ) - "Wie schon bereits 2003 setzt die SPÖ im Europäischen Parlament ihren Verrat an der Existenzgrundlage vieler Bauern in Österreich fort. Wenn heute der steirische SPÖ-Abgeordnete Jörg Leichtfried im Plenum des Europaparlaments für eine Streichung der Exporterstattungen für Zuchtvieh eintritt, riskiert er damit den Zusammenbruch eines mühsam und langfristig aufgebauten Marktpotenzials beim Zuchtrinderexport in Drittstaaten, der die Beibehaltung der EU-Export-Erstattungen unbedingt benötigt", sagte heute der Präsident des Österreichischen Bauernbundes, Fritz Grillitsch.

"Bereits 2003 konnte unsere österreichische Bauernvertreterin im Europaparlament, Agnes Schierhuber, einen gleichen SPÖ-Antrag verhindern. Damals wurden für das EU-Budget 2004 die Exporterstattungen für Zuchtvieh gesichert. Offenbar hat das Scheitern des SPÖ-Verrats Leichtfried nicht davon abgehalten, diese verantwortungslose Politik fortzusetzen", zeigte sich Grillitsch empört.

Zwischen Schlachtvieh und Zuchtvieh unterscheiden

Der Bauernbundpräsident wies nachdrücklich darauf hin, dass streng zwischen Schlachtvieh und Zuchtvieh unterschieden werden müsse. "Bei Schlachtvieh habe ich Verständnis dafür, dass dieses nicht lebend, sondern nur in Form von Fleisch exportiert werden soll. Mit allem Nachdruck muss aber auf die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung der Zuchtviehexporte sowohl innergemeinschaftlich wie auch in Drittstaaten hingewiesen werden", betonte Grillitsch. "Der SPÖ-Europaparlamentarier hat offenbar nur sehr wenig Ahnung von der Landwirtschaft. Aber vielleicht geht es ihm auch gar nicht um die Sache, sondern einzig und allein darum, wie man unseren Bauern schaden kann. Und diesen fortgesetzten Verrat an bäuerlichen Interessen in Brüssel muss man aufdecken", unterstrich Grillitsch.

Österreich sei immer noch ein Land mit hoher Rinderproduktion. "Das ist die Existenzgrundlage für den Großteil der Berg- und Grünlandbauern. Aus dieser jährlichen Produktion werden etwa 50% des Zuchtrinderanfalles exportiert", so Grillitsch. Die meisten Drittländer, in die Zuchtrinder exportiert würden, hätten aber nicht die Finanzkraft, um unsere Zuchttiere inklusive der anfallenden Transport- und Quarantänespesen zu erwerben. "Ohne Erstattung müssten unsere Züchter die Tiere dann unter den Gestehungskosten abgeben. Die wichtige Produktionssparte der Zuchtrindererzeugung würde dadurch für viele Betriebe unrentabel werden. Ein Ausweichen auf die reine Fleischproduktion hätte zur Folge, dass die daraus resultierende Mehrproduktion zu Preiseinbußen führt und damit neuerlich den Bauern schwer schadet", gab Grillitsch zu bedenken.

"Als Bauern liegt es in unserem eigenen Interesse, größten Wert auf tiergerechte Transporte zu legen. Schließlich sollen die Zuchttiere am Bestimmungsort gesund und nutzungstauglich eintreffen. Man muss aber trotzdem mit Nachdruck darauf hinweisen, welche Existenz bedrohende Politik für unsere Landwirtschaft die SPÖ auf EU-Ebene betreiben möchte", so Grillitsch.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel: 01/533-18-43, pressedienst@aiz.info
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIZ0001