Findeis: Die Schließung von 7 Kasernen ist eine Katastrophe für das Land

Sicherheit, Katastrophenschutz, Infrastruktur und Wirtschaft leiden gleichermaßen

St. Pölten (SPI) - Nach monatelangen Diskussionen ist es nun fix: 7 Kasernen in Niederösterreich werden geschlossen. "Die Schließung ist wieder einmal nach dem altbekannten Muster abgelaufen: zuerst alles leugnen, dann beschwichtigen und dann zusperren! Die ÖVP Niederösterreich hat zwar einmal mehr angekündigt, sich für die Interessen des Landes einsetzen zu wollen, hat aber - wie schon bei den Schließungen der Postämter - vor der Bundesregierung kapituliert. Noch im April hat sich die ÖVP-NÖ als Garant dafür bezeichnet, dass die kolportierten Schließungslisten nicht umgesetzt werden - nun ist leider klar, was von Garantien der VPNÖ zu halten ist", zeigt sich der Sicherheitssprecher der SPNÖ, LAbg. Hermann Findeis enttäuscht über die heute von Minister Platter präsentierten Schließungspläne. Insgesamt werden rund 37 % der Heeres-Liegenschaften geschlossen und sollen verkauft werden. "Damit verabschiedet sich die Bundesregierung nicht nur wieder ein Stück mehr von ihrer Verantwortung für die Infrastruktur im Land, sie verscherbelt auch wieder einmal ein Stück des österreichischen Familiensilbers", so Findeis weiter.****

Betroffen von den Kasernenschließungen ist auch der Katastrophenschutz. "Die verheerenden Hochwässer der letzten Jahre haben überdeutlich gezeigt, welche immens wichtige Funktion die Kasernen im Land haben. Der Einsatz des Bundesheeres war bei dieser Katastrophe absolut unverzichtbar", so Findeis weiter. Das "Aus" für die Kasernen bedeutet aber vor allem für die wirtschaftlich eher schwachen Regionen in Niederösterreich einen weiteren schweren Schlag. "Mit den Kasernenschließungen gehen wichtige Aufträge für die betroffenen Regionen für immer verloren, ganze Unternehmen werden ihrer Wirtschaftsgrundlage beraubt und unzählige Arbeitsplätze gehen verloren", gibt LAbg. Findeis die wirtschaftlichen Folgen zu bedenken. "Man kann es auch beim besten Willen nicht als Erfolg verkaufen, wenn nun statt 9 Kasernen ‚nur' 7 geschlossen werden. Für Niederösterreich ist es wieder einmal ein schwarzer Tag - und nicht der erste in diesem Jahr", so Findeis abschließend.
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