Cap kündigt Dringliche Anfrage zur Absetzung Seipels an

Wien (SK) Für die SPÖ sei die Causa Seipel nach dem Rechnungshofbericht keineswegs abgeschlossen, unterstrich der geschäftsführende SPÖ-Klubobmann Josef Cap Dienstag in einer Pressekonferenz. Die SPÖ wird entweder Mittwoch oder Donnerstag im Nationalrat einen Dringlichen Antrag einbringen, um die Absetzung des Direktors des Kunsthistorischen Museums, Wilfried Seipel, zu bewirken, kündigte Cap an. ****

Weiters werde die SPÖ eine Anfrage an Finanzminister Grasser stellen, ob im Kunsthistorischen Museum eine Betriebsprüfung der Finanzverwaltung aufgrund des Rechnungshofberichts durchgeführt werden soll und wenn nicht, warum nicht, sagte Cap. Zudem soll geprüft werden, ob durch den Rechnungshofbericht nicht genügend Gründe vorliegen, um die Staatsanwaltschaft einzuschalten.

Die Causa Seipel sei jedenfalls "ein unfassbarer Skandal", unterstrich der gf. SPÖ-Klubobmann. Die Vorkommnisse seien "von niemanden zu akzeptieren". Jetzt soll Seipel auch noch ein kaufmännischer Direktor zur Seite gestellt werden, der wiederum viel Geld kosten werde. Es sei nicht klar, ob diese Maßnahme wirklich notwendig sei. Sicher sei aber, das Seipel dann wohl nur mehr die Hälfte arbeiten müsse, trotzdem sein kumuliertes Gehalt weiter beziehen darf.

Cap bezeichnete Seipel als einen Gefolgsmann Gehrers. Die Ministerin müsse nun im Nationalrat bei der Dringlichen Anfrage Rede und Antwort stehen, schloss Cap. (Schluss) ns/ws

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