SP-Haider: Fehlentscheidung Kasernenschließungen - noch mehr Präsenzdiener müssen in andere Bundesländer

Mit Kirchdorf wird die modernste Kaserne zugesperrt

Linz (OTS) - Mit der Schließung von Bundesheerstandorten in OÖ geht der Kürzungs- und Zusperrkurs der Bundesregierung ungehemmt weiter.
"Mit Kirchdorf die modernste Kaserne zu schließen, ist ein politischer Schildbürgerstreich. Mit dem Verlust von 125 Arbeitsplätzen und rund 330 Präsenzdienern allein in Kirchdorf, findet der falsche Zusperr- und Kürzungskurs im ländlichen Raum seine unrühmliche Fortsetzung. Damit müssen in Zukunft noch mehr junge Männer in anderen Bundesländern ihren Präsenzdienst ableisten. Das ist denkbar schlecht, daher wird die SP OÖ gemeinsam mit der Region weiter für den Erhalt der Kaserne Kirchdorf kämpfen" kritisierte Erich Haider, Vorsitzender der SP OÖ, den heute bekannt gegebenen Bundesheer-Zusperrpakt der beiden VP-Politiker Platter und Pühringer.

Denn neben dem Verlust des Jägerbataillons 15 in Kirchdorf, sei auch ein Ausbildungsbataillon des Landeskommandos gestrichen worden. Dazu käme noch die Schließung des Truppenübungsplatzes Dachstein/Oberfeld. An den betroffenen Standorten verliere die regionale Wirtschaft die Kaufkraft der Bundesheerbediensten samt ihrer Familien sowie von rund 350 Präsenzdienern. Auch der Katastrophenschutz und die Katastrophenhilfe in der Region rund um Kirchdorf werde leiden. Denn nun würden im Ernstfall Anforderung und Einsatzbereitschaft mehr Zeit erfordern als bisher, ergänzte Haider.

"Post, Gendarmerieposten, Gerichte, Finanzämter und nun Bundesheerstandorte, die Liste der Schließungen im ländlichen Raum durch die Bundesregierung ist lang. Damit ist einmal mehr der Beweis erbracht, was dieser Regierung Lebensqualität und Sicherheit in den Regionen wert ist. Denn was steht am Ende dieser Legislaturperiode als Ergebnis: immer weniger Standorte für wichtige Sicherheitseinrichtungen und Servicestellen im Land, dafür aber 18 milliardenteure Kampfflugzeuge, deren Bezahlung den Staatshaushalt über Jahre hinaus schwerstens belastet," ist für Erich Haider klar.

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