VP-Ulm und Gerstl: Wiener Linien verschlafen Kriminalitätsexplosion in U-Bahnen

10 Punkte Forderungsprogramm der ÖVP Wien muss rasch umgesetzt werden

Wien (VP-Klub) - "Der Schutz ihrer Fahrgäste vor Kriminalität dürfte den Wiener Linien doch nicht ein solches Anliegen sein, wie sie es immer wieder darzustellen versuchen. Anders ist es nicht erklärbar, dass es trotz zahlreicher Willensäußerungen keine funktionierende Video Überwachung der U-Bahnstationen und der U-Bahnzüge gibt. Auch die angekündigte 48 Stunden-Aufzeichnung muss umgehend realisiert werden", betont heute ÖVP Wien Sicherheitssprecher LAbg. Wolfgang Ulm in Bezugnahme auf diesbezügliche Berichte in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung "Die Presse".

"Die Bemühungen der Wiener Linien um mehr Fahrgäste gehen ins Leere wenn sie die Kriminalitätsexplosion in den U-Bahnen verschlafen und, anstatt endlich Maßnahmen gegen die steigende Kriminalität zu ergreifen, Datenschützer für ihr Nichtstun verantwortlich machen wollen", ergänzt ÖVP Wien Verkehrssprecher LAbg. Wolfgang Gerstl. Die Polizei habe in der letzten Zeit eine Reihe von Maßnahmen zur Hebung des Sicherheitsstandards gesetzt, aber die Wiener Linien sind bei der Erhaltung der Sicherheit in der U-Bahn nach wie vor säumig.

U-Bahnaufsicht muss verbessert und personell verstärkt werden

"Eine Aufwertung und Aufstockung der U-Bahn Aufsicht ist ein Gebot der Stunde. Wie die Realität zeigt, ist es einfach zu wenig, wenn für alle 85 U-Bahnstationen nur 12 Aufsichtstrupps mit je zwei Personen zur Verfügung stehen. Die Wiener Linien setzen nur 0,3 Prozent ihrer Mitarbeiter für Sicherheitsbelange ein. Hier ist eine Verzehnfachung des Personaleinsatzes notwendig. Und in Ergänzung zur Stationsaufsicht wäre auch der Einsatz von Zugbegleitern zu fordern", bekräftigt Sicherheitssprecher Ulm. All das wären auch Aufgaben für die von der ÖVP Wien seit Jahren geforderte Wiener Stadtwache.

10 Maßnahmen für mehr Sicherheit in den U-Bahnen

1) In jeder U-Bahn Garnitur sollte ein Zugbegleiter mitfahren 2) Umstellung von Einzelwaggons auf durchgängige U-Bahnzüge 3) Aufwertung, personelle Mehrausstattung, bessere Ausbildung und

ordentliche Uniformierung der U-Bahn Aufsicht
4) Stopp des Abbaus von Überwachungsstationen. Jede Station sollte über eine eigene Überwachung verfügen

5) Videokameras auch in den U-Bahnzügen 6) Aufzeichnung der Videoüberwachung für mindestens 48 Stunden 7) Mehr und deutlich sichtbare Aufstellung von Notrufsäulen in den

Stationen. Ein Direktanschluss dieser Notrufsäulen zum Polizeinotruf ist einzurichten
8) Die Architektur von Stationen hinsichtlich besserer Beleuchtung und bestehender Angsträume ist zu untersuchen und gegebenenfalls zu sanieren
9) Für mehr Sauberkeit ist zu sorgen und Vandalismusschäden sind umgehend zu beseitigen. Dies in Verbindung mit einer breiten Informationskampagne
10) Aufstellung einer Stadtpolizei, die im Umfeld von U-Bahn Stationen und auch im U-Bahn Bereich patrouilliert

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