• 06.06.2005, 09:48:40
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ARBÖ: Unfallbilanz bei jugendlichen Lenkern weist positive Tendenz auf

ARBÖ-Präsident Dr. Herbert Schachter fordert Senkung der Versicherungsprämien für junge Lenker

Wien (OTS) - Seit 2002 sind die Unfälle von 18-jährigen
Führerscheinneulingen in Österreich um 7,8 Prozent gesunken, geht aus
den Zahlen der Statistik Austria hervor. "Die Führerscheinreform mit
der Mehrphasen-Fahrausbildung wirkt sich positiv aus", stellt
ARBÖ-Präsident Dr. Herbert Schachter fest: "Die
Kfz-Haftpflichtversicherungen sind aufgerufen, auf diese erfreuliche
Entwicklung zu reagieren und die Prämien für junge
Führerscheinneulinge zu senken."

Obwohl Unfälle um 7,8 Prozent sanken, zahlen 18-Jährige um 16
Prozent höhere Prämien

18-jährige Führerscheinneulinge müssen für eine
Kfz-Haftpflichtversicherung im Durchschnitt um 16 Prozent mehr Prämie
zahlen als erwachsene Führerscheinneulinge. Das geht aus einem
Versicherungsvergleich des ARBÖ und den Erhebungen des Vereins für
Konsumenteninformation (VKI) hervor.

Viele Versicherungen lehnen 18-jährige Lenker und Lenkerinnen als
Kunden grundsätzlich ab oder akzeptieren sie nur mit zusätzlichen
Auflagen (etwa wenn es mehrere Versicherungsverträge mit der Familie
gibt).

Der aktuelle Versicherungsvergleich des ARBÖ ergab zu Jahresbeginn
2005, dass es nur acht der 17 befragten Versicherungen 18-Jährigen
möglich machen, ihr Auto versichern zu lassen, ohne Mehrkosten zu
verrechnen oder Risikoprüfungen durchzuführen.

Bei den Unfallentwicklung schnitten jugendliche Lenker zuletzt
besser ab, als andere Altersgruppen: die von 18-Jährigen PKW-Lenkern
verursachten Unfälle gingen zwischen 2004 und 2002 um 7,8 Prozent auf
2.104 zurück, die Zahl der verunglückten 18-jährigen Lenker nahm um
5,5 Prozent auf 1.167 ab und die Zahl der Toten ging um fünf Prozent
auf 19 zurück, dokumentieren die Zahlen der Austria Statistik.

Eine Studie des Instituts "Gute Fahrt" bestätigte im Frühjahr 2005
den positiven Effekt des Mehrphasen-Führerscheins und hob den starken
Rückgang von Alleinunfällen um 11 Prozent bei 18-jährigen Lenkern im
Jahr 2004 hervor. Dabei handelt es sich um einen viel höheren
Rückgang als bei anderen Altersgruppen, wo der Rückgang lediglich 1,2
Prozent ausmachte.

Der Mehrphasen-Führerschein wurde in Österreich 2003 eingeführt.
Fahranfänger müssen nach positivem Abschluss der Lenkerausbildung
innerhalb eines Jahres ein Fahrsicherheitstraining (beim ARBÖ, ÖAMTC
oder bei Fahrschulen) mit anschließendem verkehrspsychologischen
Gruppengespräch sowie zwei Perfektionsfahrten in der Fahrschule
absolvieren. Richtig gegriffen hat diese Reform im Jahr 2004.

Das sechsstündige Fahrsicherheitstraining wurde bei einer Studie
des Instituts "Gute Fahrt" von 1.100 Führerscheinneulinge am besten
bewertet.

Rückfragehinweis:
ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Lydia Ninz
Tel.: (++43-1) 89121-280
mailto:presse@arboe.at
http://www.arboe.at

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