"profil": Kein Missverständnis bei Sichrovsky-Aussagen zu Mossad-Kooperation

Ex-FPÖ-Generalsekretär hat Geheimdienstkontakte in mehreren Gesprächen mit "profil" bekräftigt - Dementi-Versuch offensichtlich Folge der Einleitung behördlicher Ermittlungen

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin "profil" weist die vom
früheren FPÖ-Generalsekretär Peter Sichrovsky heute in der israelischen Tageszeitung "Haaretz" getätigten Behauptungen, er sei von "profil" falsch verstanden worden, als er dem Magazin seine jahrelange Kooperation mit dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad dargelegt hat, scharf zurück. Sichrovsky hat in zwei persönlichen Gesprächen und mehreren Telefonaten mit einem "profil"-Journalisten immer wieder betont, er habe jahrelang bis zu seinem Ausscheiden aus der Politik 2002 mit dem israelischen Geheimdienst "kooperiert".

"Israel wollte Jörg Haider als Brücke zu arabischen Ländern, mit denen keine offiziellen Kontakte bestehen, nützen", erklärte Sichrovsky gegenüber "profil". Er verwies unter anderem stolz darauf, im Auftrag Israels am 11. September 2001 in Damaskus Gespräche geführt zu haben, weil Israel einen möglichen Anschlag aus Syrien befürchtete. In diesem Zusammenhang betonte Sichrovsky, er habe vom Mossad eine Kreditkarte mit unbegrenztem Rahmen erhalten, mit der er einen Privatjet für den Flug nach Zypern bezahlt habe. Außer Spesenvergütungen habe er vom israelischen Geheimdienst jedoch keinerlei Zahlungen erhalten.

Weiters gab Sichrovsky gegenüber "profil" an, er habe anonyme E-Mails und Anrufe von Personen erhalten, die über seine Kontakte zu Israel und Mossad-Mitarbeitern genau Bescheid gewusst hätten.

Auf die Frage von "profil", warum er seine mutmaßliche Zusammenarbeit mit dem Mossad nun von sich aus an die Öffentlichkeit trage, meinte Sichrovsky: "Mir ist lieber, ich informiere selber, als wenn es Unbekannte tun." Der Versuch Sichrovskys, seine früheren Aussagen nun zu dementieren, dürfte eine Reaktion auf jene behördlichen Ermittlungen sein, die als Folge seiner gegenüber "profil" abgegeben Erklärungen nun gegen den ehemaligen FPÖ-Generalsekretär eingeleitet wurden.

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