Tod im Aufzug wäre vermeidbar gewesen

Wien (OTS) - Der qualvolle Tod der jungen Frau in einem Lift in Wien-Leopoldstadt vergangenen Mittwoch wäre nach Ansicht von Josef Paul, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Industrielle Technik der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten, vermeidbar gewesen.

Wesentliche Sicherheitseinrichtungen waren - wie auch bei anderen tödlichen Aufzugunfällen der vergangenen Jahre - nicht vorhanden, nicht ausreichend überprüft oder nur bedingt funktionsfähig. Ein grundsätzliches Problem sieht Paul bei der Überprüfung und Wartung. Hier wird aus Kostengründen oft auf qualitativ hochwertige und qualitätsgesicherte laufende Kontrolle und Wartung durch Ziviltechniker verzichtet.

"In den letzten Jahrzehnten hat sich der Kreis der Überprüfer von Aufzügen wesentlich erweitert, wobei u.a. große Organisationen mit nicht ausreichend qualifizierten Kräften für den hohen Sicherheitsanspruch der Menschen in Aufzügen verantwortlich sind" resümiert Paul.

Die Sicherung von Leib und Leben in modernen Transporteinrichtungen wie z.B. Aufzügen erfordert nicht nur ausgereifte bewährte technische Konstruktion und Fertigung, sondern auch eine entsprechend qualifizierte Überprüfung und Wartung. Die Aufzugsüberprüfung erfordert heute ein wesentlich umfassenderes Wissen und ein tieferes Verständnis als vor zwanzig, dreißig Jahren.

Die Ziviltechniker - Zivilingenieure und Ingenieurkonsulenten -sind vereidigte Fachkräfte mit laufender Weiterbildung, die öffentliche Urkunden über die Prüfung von Aufzügen erstellen und damit erheblich dazu beitragen, dass die Sicherheitsanforderungen an die immer besser aber schwerer überprüfbaren neuen Techniken zum Wohl von uns allen gewährleistet werden.

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Dr. Josef PAUL
Vorsitzender der Bundesfachgruppe Industrielle Technik
Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten
Karlgasse 9/2, 1040 Wien
Tel.: +43 (0)1-505 58 07-36

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