ORF kommt in zweite Bieterrunde bei Privatisierung der Antenna Hungaria

Wien (OTS) - Der ORF steigt bei der Privatisierung des ungarischen Sendernetzes Antenna Hungaria gemeinsam mit fünf Mitbewerbern in die zweite Bieterrunde auf und kann jetzt ein Angebot für 75 Prozent plus eine Stimme an Antenna Hungaria legen.

Der Kaufmännische Direktor des ORF, Dr. Alexander Wrabetz, zum Entscheid der ungarischen Privatisierungsagentur: "Es ist für uns erfreulich, dass sich der ORF gegen starke internationale Konkurrenz für die zweite Bieterrunde qualifiziert hat. Mit ihren Leistungen in einem der dichtesten Netze Europas und mit ihrer Zukunftstechnologie wäre die Kombination der neu gegründeten ORS - der ehemaligen ORF-Sendetechnik - mit der ungarischen Antenna Hungaria wegweisend. Die neue Partnerschaft wäre sowohl bei der Digitalisierung als auch der Neupositionierung der Rundfunktechnik in einer Schlüsselfunktion bei der Entwicklung des mitteleuropäischen Marktes."

Die Antenna Hungaria (AH) ist auf dem Gebiet der Sendertechnik tätig. Im Hinblick auf das Wachstum in Mittel- und Osteuropa ist die Bewerbung um die Übernahme der Antenna Hungaria ein Baustein in der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells der Sendertechniktochter ORS. Mit seiner Bewerbung strebt der ORF eine aktive Teilnahme am laufenden Konsolidierungsprozess im Bereich der Rundfunksendernetze in Zentral- und Osteuropa und eine Ausweitung der Aktivitäten seiner Sendetechnik-Tochtergesellschaft ORS im benachbarten Ausland an. Vor dem Hintergrund der in Österreich und in Ungarn in den nächsten Jahren nahezu zeitgleich anstehenden Digitalisierung des terrestrischen Fernsehens (DVB-T) eröffnet dieses Engagement die Realisierung maßgeblicher Synergieeffekte und die Teilhabe am osteuropäischen Wirtschaftswachstum. Eine Beteiligung an der Antenna Hungaria bedürfte noch der Zustimmung des ORF-Stiftungsrats.

Die ORS betreibt für den ORF 1.795 Sendeanlagen an 477 Standorten und ist auch als Rundfunk-Dienstleister für zahlreiche private Fernseh-und Radioanbieter tätig. Weiters bietet die ORS Services im Bereich der Standortmitbenutzung und fungiert als Dienstleister im Rundfunk-Satellitenbereich. Die rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ORS verfügen über ein in Österreich einzigartiges Know-how im Bereich der Rundfunk-Sendetechnik.

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