AK-Wissenschaftspreis zum 22. Mal überreicht: Enger Kontakt zur Wissenschaft hat Tradition

Linz (OTS) - Für Arbeiten, die sich mit den Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeitnehmer/-innen oder mit der Geschichte der Arbeiterbewegung beschäftigen, vergibt die Arbeiterkammer jährlich den Wissenschaftspreis: heuer an zwei Frauen und zwei Männer aus Oberösterreich und an eine Wienerin. Bei der Preisverleihung hob AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer die Bedeutung der Forschung für die Tätigkeit der AK hervor.

Der AK-Wissenschaftspreis - dotiert mit 1500 Euro pro Preisträger/-in - wurde bereits zum 22. Mal vergeben, 58 eingereichte Arbeiten standen zur Wahl. Die Studien, mit denen die fünf Akademiker/-innen Gutachter/-innen und Jury überzeugten, sind inhaltlich breit gefächert: Sie reichen von der Situation ausländischer Hausgehilfinnen bis zu Sozialpartnerschaft im Umbruch.

Für Präsident Kalliauer ist der Preis ein wichtiger Teil der vielfältigen Beziehungen zur Wissenschaft: "Damit wir für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erfolgreich tätig sein können, ist wissenschaftliche Grundlagenarbeit unumgänglich. Mit dem Institut für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und dem Institut für Berufs-und Erwachsenenbildungsforschung setzen wir dabei eigene Initiativen. Darüber hinaus unterhalten wir seit Jahrzehnten enge Kontakte zur Uni Linz und anderen Forschungseinrichtungen."

AK-Wissenschaftspreis:
Die Preisträger/-innen und ihre Arbeiten

MMag. Dr. Jakob Dietachmair, Wolfern:
Dissertation "Die arbeits- und sozialrechtlichen Ausgleichsmechanismen des Nachtschwerarbeitsgesetzes". In seiner Arbeit untersucht Herr Dietachmair die Rechtsgrundlagen dieses Gesetzes und geht vor allem auf Unstimmigkeiten und Anwendungsschwierigkeiten des Schutzgesetzes ein.

Mag. Denise Grausam, Wels:
Diplomarbeit "Berufliche Integration Jugendlicher und junger Erwachsener mit psychischen Erkrankungen bzw. psychosozialen Beeinträchtigungen in Oberösterreich". In dieser Studie untersucht Frau Grausam unter anderem die Bedürfnisse psychisch kranker Jugendlicher bei ihrer beruflichen Integration und die Schwierigkeiten bei der Jobvermittlung.

Mag. Bettina Haidinger, Wien:
Diplomarbeit "She sweeps for money! Beschäftigungsverhältnisse und strukturelle Bedingungen bezahlter Haushaltsarbeit von Migrantinnen in Österreich". Frau Haidinger fordert in ihrer Arbeit politische Lösungen für die prekären und extrem ausbeuterischen Beschäftigungsverhältnisse von Migrantinnen in Privathaushalten.

Mag. Barbara Pokorny, Schwertberg:
Diplomarbeit "Altenpflege - die Dienstleistung der Zukunft. Arbeitszufriedenheit als Determinante für Qualität und Attraktivität im Altenpflegebereich anhand des Seniorenwohnheims Schwertberg". In ihrer Arbeit forschte Frau Pokorny nach den Ursachen für den Personalmangel und die fehlende Bereitschaft potenzieller Arbeitnehmer/-innen, in dieser Sparte einzusteigen.

Mag. Daniel Wolf, Ried/Innkreis:
Diplomarbeit "Sozialpartnerschaft im Umbruch: Die Beziehungen zwischen den Sozialpartnern und der ÖVP-FPÖ-Bundesregierung I". Die Arbeit des Herrn Wolf gibt einen fundierten Überblick über die Entwicklung der Sozialpartnerschaft in der Zweiten Republik und zeigt anhand von Fallbeispielen, wie sich in der 21. Legislaturperiode die Beziehungen zwischen Sozialpartnern und Regierung geändert haben.

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