• 02.06.2005, 15:25:50
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Vorbereitungskonferenz "ICT & Creativity" eröffnet - 1

Wien (OTS) - Die heute in Wien eröffnete Konferenz "ICT & Creativity
- Strategies for a better Information Society" bereitet den Weg für
die zweite Phase des "UN-Weltgipfels zur Informationsgesellschaft
(WSIS)" in Tunis vor. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen der
Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien und deren
Nutzung für die Weltgemeinschaft. Ein weiteres Ziel ist, Österreich
als Kreativitätsstandort für E-Content zu positionieren. Mit der
Konferenz ist es gelungen, in Wien eine breite Plattform zu schaffen.
Die Veranstaltung wird vom Bundeskanzleramt in Kooperation mit dem
Wirtschafts-, Außen-, Bildungs- und Verkehrsministerium getragen.
Drei UN-Organisationen, UNESCO, ITU und UNIDO, entsandten ihre
höchsten Repräsentanten, was die Wichtigkeit und die Ausnahmestellung
des Themas unterstreicht.

"Der Einsatz von ICT soll dem Ausbau und Aufbau einer globalen
Gemeinschaft dienen", urteilte Peter A. Bruck, der Vorsitzende des
World Summit Award. Es gelte, das in der Welt herrschende
Ungleichgewicht zu überwinden, die "digitale Kluft" zu überbrücken.
Die Konferenz biete zur Lösung der offenen Fragen eine ideale
Plattform. Der Prozess sei zwar strukturiert, um der Kreativität Raum
zu geben, sei die Diskussion aber offen, so Bruck.

Koichiro Matsuura, Generaldirektor der UNESCO, wies auf die Bedeutung
der Bildung für die Schließung der "digitalen Kluft" hin. Sie sei die
Voraussetzung, um die technologischen Mittel zur Schaffung einer
offenen Gesellschaft optimal einzusetzen. Im bereits eingeleiteten
Prozess dürfe es nicht dazu kommen, andere auszuschließen. Die
Qualität der Arbeit wäre von der Einbindung aller Regierungen und
internationalen Organisationen abhängig. Deshalb konzentriere sich
die UNESCO auf die Vernetzung und die Förderung von Partnerschaften.

Carlos Margariños, Generaldirektor der UNIDO, plädierte für den
Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien bei der
Bekämpfung der Armut. Der Zugang zu Informationen würde eine
Hilfestellung für betroffene Menschen sein. Ebenso bedeutend sei die
technologische Entwicklung als Motor des Wirtschaftswachstums.

"Um Nutzen aus der Informationsgesellschaft zu ziehen, muss das
technische Potential genützt werden", meinte Roberto Blois Mentes de
Souza, stellvertretender Generalsekretär der ITU, der International
Telecommunication Union. Diese trete seit ihrer Gründung im Jahr 1860
für die Umsetzung globaler Systeme ein und führe Wissenschaft und
Technologie zusammen. Die ITU arbeite daran, Informations- und
Kommunikationstechnologien an Menschen heranzutragen, die nicht
darüber verfügen. "Entscheidend für den Erfolg ist die Kooperation
mit den Regierungen", meinte Blois Mentes de Souza.

Auf die Identifikation der Themen während der ersten Phase des
Prozesses im Jahr 2003 folgt nun die Implementierung des damals
verabschiedeten Aktionsplanes. Die tunesische Regierung hat für den
im November in Tunis stattfindenden UN-Weltgipfel Vertreter von
Regierungen, der Zivilgesellschaft, Industrie und weiteren Sektoren
aus allen Ländern eingeladen.

"ICT & Creativity - Strategies for a better Information Society",
Konferenz zum "Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS)", 2.
und 3. Juni in Wien, Palais Niederösterreich, Herrengasse 13, 1010
Wien, Information: http://www.wsa-conference.org,
http://www.itu.int/wsis)

0662/63 04 08
www.wsis-award.org

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