Schüssel: ÖVP trauert um Seniorenbundobmann Knafl

Stefan Knafl, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, im 78. Lebensjahr verstorben

Wien, 2. Juni 2005 (ÖVP-PK) Tief bestürzt zeigte sich heute, Donnerstag, ÖVP-Bundesparteiobmann Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel angesichts der Nachricht über das Ableben von Stefan Knafl, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, der heute im 78. Lebensjahr von uns gegangen ist. Trotz seiner offenkundigen Krankheit, die er mit großer Würde und Stärke ertragen hat, setzte er sich unermüdlich für die Senioren ein. Stefan Knafl war in seiner Beharrlichkeit ein Vorbild auch für die jüngeren Politiker. ****

Schüssel hob hervor, dass Knafl seit über 50 Jahren eine menschliche, ehrliche und in der Sache harte politische Arbeit geleistet habe, die manchmal auch unbequem war, so Schüssel. Der Bundeskanzler betonte vor allem die Erfolge Knafls: Die Gründung des Österreichischen Seniorenrates, womit erstmals eine offizielle überparteiliche Interessensvertretung aller älteren Menschen in ganz Österreich geschaffen wurde. Als Meilenstein sei auch das Bundes-Seniorengesetz erwähnt, wodurch der Österreichische Seniorenrat 5. Sozialpartner wurde.

Knafl war eines der vielen "Gewissen der ÖVP", ein Symbol für eine aktive und engagierte Seniorengeneration, die sich auch nach einem erfüllten Berufsleben in einem Ehrenamt für das Gemeinwohl politisch einsetzt, sagte der Bundeskanzler. "Die Österreichische Volkspartei verliert mit Stefan Knafl einen der profiliertesten und erfolgreichsten Seniorenvertreter Österreichs", so Schüssel.

Stefan Knafl, geboren am 27.12.1927, startete seine politische Karriere in der österreichischen Jugendbewegung. Nach weiteren Stationen als Bezirksobmann des ÖAAB, Gemeinde- und Stadtrat in St. Veit, Abgeordneter des Kärntner Landtages wurde er 1972 Mitglied der Kärntner Landesregierung und schließlich 1979 Landeshauptmann-Stellvertreter.

Nach seiner Pensionierung setzte er seine politische Karriere nahtlos als Bezirksobmann des Seniorenbundes St. Veit fort. 1988 wurde er Landesobmann und 1992 schließlich Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes. Er gründete 1995 die Europäische Senioren-Union (ESU), ein Zusammenschluss von 20 Seniorenorganisationen aus 15 Ländern, und wurde deren erster Präsident. 1997 wurde er Präsident des Österreichischen Seniorenrates, der Dachorganisation aller großen Seniorenorganisationen in Österreich, sowie 2001 schließlich Ehrenpräsident der ESU.

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