Grüne Wien: Schnellbahnskandal im Westen

Pilz: "Ständige Verspätungen zwingen Pendler zum Umstieg auf’s Auto"

Wien (OTS) - Seit Monaten sind PendlerInnen von ständigen Verspätungen und Zugausfällen der S 50 bzw. der Regionalzüge betroffen, die im Extremfall bis zu 45 Minuten ausmachen. Wer pünktlich an seinem Arbeitsplatz in Wien erscheinen muss, sollte eine dreiviertel Stunde früher aufstehen. "Die Stadt Wien muss sich darum kümmern, dass die ÖBB diese Missstände rasch beseitigt. Sonst darf sie sich nicht wundern, dass immer mehr PendlerInnen auf das Auto umsteigen", sagt die Grüne Gemeinderätin Sigrid Pilz.

Zugsverspätungen am Beispiel Hadersdorf/Weidlingau und Purkersdorf in einer Arbeitswoche im April: Datum Haltestelle planm. Abfahrt Verspätung 19.4.05 Hadersdorf Weidlingau 8.05 10 min. 8.31 30 min. Purkersdorf-Gablitz 8.08 20 min. 8.55 10 min. 20.4.05 Hadersdorf-Weidlingau 7.11 10 min. 22.4.05 Westbahnhof, Ri St. Pölten 20.38

15 min (in Hadersdf)

Die unglaubliche Häufung der Verspätungen zeigt, dass die ÖBB nur sehr geringes Interesse am ertragsschwachen Nahverkehr haben. Vorrang haben Güter- und Personenfernverker. Kommt es auf der überlasteten Westbahn-Stammstrecke zu Problemen, so wird der Nahverkehr systematisch nachgeordnet. "Hier müsste der volkswirtschaftliche Aspekt des öffentlichen Verkehrs mehr Gewicht bekommen. Bis sich hier aber die Vernunft durchsetzt, ist es die Pflicht der Stadt Wien, sich für Verbesserungen für die PendlerInnen einzusetzen", sagt Pilz.

Die Grünen fordern eine verlässliche Pünktlichkeit der S 50 und der Regionalzüge im Nahverkehr, hohe Transparenz der ÖBB bei vorhersehbaren Problemen durch Baustellen, regelmäßige Bekanntmachung der Verspätungsursachen und -bilanzen, Nachrüstungen bei den Wagen und technischen Standards sowie die Ausstellung von Bestätigungen für Fahrgäste im Fall von Verspätungen bereits im Zug.

Die Grünen werden in den nächsten Wochen in den betreffenden Bahnhöfen bei den PendlerInnen Unterschriften sammeln, die die Beseitigung der Missstände fordern. Diese Unterschriftenlisten werden dann an die ÖBB und die zuständigen VerkehrspolitikerInnen in den Ländern überreicht.

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