Europas modernste Aufbereitungsanlage für Industrieabfälle steht in Arnoldstein

LR Rohr: Industriestandort wurde vom Altlastensanierungsfall zum Umweltkompetenzzentrum

Klagenfurt (LPD) - Im Industriepark Arnoldstein haben heute, Donnerstag, Umweltminister Josef Pröll und Kärntens Umweltlandesrat Reinhart Rohr Europas technisch modernste Abfallbehandlungs- und Aufbereitungsanlage für Industrieabfälle in Betrieb genommen. Für Rohr ist die Anlage der Asamer-Becker Recycling GmbH (ABRG) ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des ehemaligen BBU-Geländes zu einem Umweltkompetenzzentrum und ein weltweites Musterbeispiel für eine gelungene Sanierung und Revitalisierung eines alten Industriestandortes.

Der Inbetriebnahme der neuen und auf dem modernsten Stand der Technik befindlichen Abfallbehandlungs- und Aufbereitungsanlage sowie des neuen Drehrohrofens gingen vier Jahre Projekt- und Bauzeit sowie strenge Umweltprüfungsverfahren voran. Mit einer Investition von 15 Millionen Euro hat die ABRG in Arnoldstein ein Abfallbeseitigungsunternehmen für industrielle Abfälle geschaffen, das europaweit keine Vergleiche zu scheuen braucht. Durch den Einsatz hochwertigster Technik sind auch neue Maßstäbe bei der Sicherheit und der Umweltverträglichkeit gesetzt worden. Erstmals kann bei einer Verwertungsanlage für industrielle Abfälle auf den Einsatz von Primärenergieträgern verzichtet werden. Der gesamte Energiebedarf wird durch die Abfälle gedeckt. Durch Nutzung der Abwärme zur Dampfenergieerzeugung für den gesamten Industriestandort können nun zudem zwei Dampfkesselanlagen, die bisher mit Heizöl-schwer betrieben wurden, abgeschaltet werden. Damit kommt es nicht nur zu einer deutlichen CO2-Verringerung, sondern auch zu einer wesentlichen Absenkung der Schwefeldioxid- und Feinstaubemissionen aus industriellen Anlagen, betonte Rohr den überaus positiven Umweltaspekt.

Wie Rohr weiters hervorstrich, habe sich der Industrie- und Wirtschaftsstandort Arnoldstein in den vergangenen Jahren zu einem "grünen" Industriepark und Umweltkompetenzzentrum entwickelt. Doch das sei nicht immer so gewesen. Rohr und Pröll erinnerten in diesem Zusammenhang an den Niedergang der Bleiberger Bergwerksunion Anfang der 90-er Jahre mit den schweren Altlasten der Jahrhunderte lang betriebenen Blei- und Zinkverhüttung. Mit großem Einsatz und enormen Investitionen in Höhe von rund 35 Millionen Euro in die Altlastensanierung sei aber die Region Arnoldstein sowohl wirtschaftlich als auch umweltmäßig wieder auf Erfolgskurs gebracht worden. Heute sei Arnoldstein ein Musterbeispiel einer gelungenen Industrie-Standortsanierung. Dank innovativer Betriebe und dem Forcieren ökologisch wie ökonomisch hochwertiger Umwelttechnik seien derzeit im Industriepark mehr Menschen beschäftigt als zur Blütezeit der BBU, so Rohr.

Durch die im Vorjahr in Betrieb genommene Hausmüllverbrennungsanlage seien ebenfalls wichtige umweltpolitische und wirtschaftliche Akzente gesetzt worden. Mit der Abwärme aus der Hausmüllverbrennung werden über tausend Haushalte mit Fernwärme versorgt, was die Ökobilanz durch die Reduktion des Hausbrandes weiter verbessere, sagte Rohr. Gleichzeitig seien die Haushalte und Betriebe über das Fernwärmenetz durch die Mitverlegung von Glasfaserkabeln an den europaweit modernsten Datenhighway angebunden. Die Politik habe ihre Versprechen gegenüber der Arnoldsteiner Bevölkerung voll und ganz gehalten. Diese positive Stimmung wirke sich auch auf die Investitionsbereitschaft der Betriebe im Industriepark aus. Die ABRG habe hier einen wesentlichen Beitrag geleistet. Und die neuen Anlagen zur Betriebsmüllverwertung werden dazu beitragen, das Umweltkompetenz-Image weiter anzuheben. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at/index.html

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0001