Heinisch-Hosek zu hoher Frauenarbeitslosigkeit: "Wann gibt es endlich Maßnahmen, die greifen?"

Bartenstein und Rauch-Kallat massiv gefordert

Wien (SK) Konkrete Maßnahmen gegen die hohe Frauenarbeitslosigkeit forderte SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst ein. Der Anstieg von mehr als fünf Prozent bei den als arbeitslos registrierten Frauen sei als "Ergebnis der desaströsen Arbeitsmarktpolitik dieser Regierung" zu werten. "Wann gibt es endlich Maßnahmen, die greifen?", so Heinisch-Hosek. "Wenn ich auch wenig verwundert darüber bin, so bedaure ich doch sehr, dass von Ministerin Rauch-Kallat wie üblich kein Ton dazu zu hören ist". Heinisch-Hosek fordert ein Maßnahmenpaket, das 100 Mio. Euro für frauenspezifische Arbeitsmarktförderung sowie Wiedereinstiegsmaßnahmen und eine Ausbau-Offensive bei Kinderbetreuungseinrichtungen vorsieht. ****

"Ich hätte mir von einer Frauenministerin, die ihr Amt ernst nimmt erwartet, dass sie sich raschest mit dem ebenfalls zuständigen Arbeitsminister in Verbindung setzt, um etwas gegen die untragbare Verschärfung am Frauenarbeitsmarkt zu unternehmen. Leider ist hier überhaupt keine Präsenz der Frauenministerin zu spüren", sagte Heinisch-Hosek, die betonte, dass die 30 Mio., die von Bartenstein zur Verfügung gestellt wurden, "nur als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein gesehen werden können". Um die Berufstätigkeit der Frauen zu fördern und zur Verringerung der Einkommensschere fordert Heinisch-Hosek 100 Mio. Euro für AMS-Maßnahmen für den Wiedereinstieg, aber auch für den ersten Berufseinstieg sowie für ältere Arbeitnehmerinnen.

Frauen-Arbeitsstiftungen sollen auf die individuellen Bedürfnisse der Frauen zugeschneiderte Arbeitsmarkt-Maßnahmen und Kurse anzubieten. Die Erfolgsquote dieser Stiftungen beträgt 80 Prozent. Die sozial- und arbeitsrechtlich kaum abgesicherten prekären Arbeitsverhältnisse müssen zugunsten von Vollzeit-Arbeitsplätzen zurückgedrängt werden. Und jeder Kindergeldbezieherin soll ein halbes Jahr vor Beendigung des Kündigungsschutzes ein Informationsgespräch garantiert werden, bei dem sie sich über Rechtliches, Jobmöglichkeiten,
Kinderbetreuungsmöglichkeiten etc. informieren kann. Der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen - nicht einmal zehn Prozent der Unter-Dreijährigen sind derzeit in Betreuung - rundet das SPÖ-Paket ab. "Die Verantwortung der Regierung für die Rekordarbeitslosigkeit liegt klar auf der Hand - es wird Zeit, dass sich die Regierung dieser Verantwortung auch stellt und die Frauen nicht bloß mit halbherzigen Maßnahmen abspeist", so Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) up

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