• 02.06.2005, 10:33:38
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Heinisch-Hosek zu hoher Frauenarbeitslosigkeit: "Wann gibt es endlich Maßnahmen, die greifen?"

Bartenstein und Rauch-Kallat massiv gefordert

Wien (SK) Konkrete Maßnahmen gegen die hohe
Frauenarbeitslosigkeit forderte SPÖ-Frauen- und
Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek am Donnerstag
gegenüber dem SPÖ-Pressedienst ein. Der Anstieg von mehr als fünf
Prozent bei den als arbeitslos registrierten Frauen sei als
"Ergebnis der desaströsen Arbeitsmarktpolitik dieser Regierung" zu
werten. "Wann gibt es endlich Maßnahmen, die greifen?", so
Heinisch-Hosek. "Wenn ich auch wenig verwundert darüber bin, so
bedaure ich doch sehr, dass von Ministerin Rauch-Kallat wie üblich
kein Ton dazu zu hören ist". Heinisch-Hosek fordert ein
Maßnahmenpaket, das 100 Mio. Euro für frauenspezifische
Arbeitsmarktförderung sowie Wiedereinstiegsmaßnahmen und eine
Ausbau-Offensive bei Kinderbetreuungseinrichtungen vorsieht. ****

"Ich hätte mir von einer Frauenministerin, die ihr Amt ernst
nimmt erwartet, dass sie sich raschest mit dem ebenfalls zuständigen
Arbeitsminister in Verbindung setzt, um etwas gegen die untragbare
Verschärfung am Frauenarbeitsmarkt zu unternehmen. Leider ist hier
überhaupt keine Präsenz der Frauenministerin zu spüren", sagte
Heinisch-Hosek, die betonte, dass die 30 Mio., die von Bartenstein
zur Verfügung gestellt wurden, "nur als der berühmte Tropfen auf den
heißen Stein gesehen werden können". Um die Berufstätigkeit der
Frauen zu fördern und zur Verringerung der Einkommensschere fordert
Heinisch-Hosek 100 Mio. Euro für AMS-Maßnahmen für den
Wiedereinstieg, aber auch für den ersten Berufseinstieg sowie für
ältere Arbeitnehmerinnen.

Frauen-Arbeitsstiftungen sollen auf die individuellen Bedürfnisse
der Frauen zugeschneiderte Arbeitsmarkt-Maßnahmen und Kurse
anzubieten. Die Erfolgsquote dieser Stiftungen beträgt 80 Prozent.
Die sozial- und arbeitsrechtlich kaum abgesicherten prekären
Arbeitsverhältnisse müssen zugunsten von Vollzeit-Arbeitsplätzen
zurückgedrängt werden. Und jeder Kindergeldbezieherin soll ein
halbes Jahr vor Beendigung des Kündigungsschutzes ein
Informationsgespräch garantiert werden, bei dem sie sich über
Rechtliches, Jobmöglichkeiten,
Kinderbetreuungsmöglichkeiten etc. informieren kann. Der Ausbau der
Kinderbetreuungseinrichtungen - nicht einmal zehn Prozent der
Unter-Dreijährigen sind derzeit in Betreuung - rundet das SPÖ-Paket
ab. "Die Verantwortung der Regierung für die Rekordarbeitslosigkeit
liegt klar auf der Hand - es wird Zeit, dass sich die Regierung
dieser Verantwortung auch stellt und die Frauen nicht bloß mit
halbherzigen Maßnahmen abspeist", so Heinisch-Hosek abschließend.
(Schluss) up

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