ÖAMTC-Umfrage zu Wechselkennzeichen und Vignette: Autofahrer würden rund 12 Prozent Aufschlag für Mehrfachvignette akzeptieren

Club übermittelt Ergebnis an Minister Gorbach und fordert "Schluss mit Doppelbelastung ohne Gegenleistung"

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Die Autofahrer schätzen die Möglichkeit eines Wechselkennzeichens und sind bereit, ihren Beitrag zu leisten. Nun liegt es an der Politik, unseren Lösungsvorschlag einer Mehrfachvignette zum Nutzen aller umzusetzen", kommentiert ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau das Ergebnis der Umfrage. Die überwiegende Mehrheit von über 1.600 befragten Wechselkennzeichen-Besitzern würde einen rund 12-prozentigen Preisaufschlag für eine Mehrfachvignette akzeptieren. "Damit wäre eine gerechte Lösung gefunden. Niemand zahlt gerne ohne Gegenleistung", sagt Brugger-Brandau. Denn während jeder Kfz-Besitzer die "Wegpauschale" nur einmal begleichen muss, auch wenn er Vielfahrer ist, zahlt der Inhaber eines Wechselkennzeichens jedenfalls doppelt. "Und das, obwohl er unmöglich beide Fahrzeuge gleichzeitig nutzen kann", ärgert sich die ÖAMTC-Expertin.

Der Club präsentiert mit seiner Umfrage ein Lösungsmodell, das ein Gewinn für alle Beteiligten ist. Die Mehrfachvignette wäre für Wechselkennzeichen-Besitzer wesentlich günstiger als das Kleben von vollwertigen Jahresvignetten auf jedes Auto. Positiv für die Asfinag - die zu erwartende Verbesserung der Kaufmoral. "Viele Wechselkennzeichen-Besitzer würden die preislich höhere Mehrfachvignette kaufen, in Summe aber nicht mehr Autobahnkilometer fahren", erklärt die ÖAMTC-Expertin die einfache Rechnung. Derzeit vermutet man eine recht hohe Dunkelziffer an Mautprellern. Sie umgehen die aktuelle Regelung, indem sie die Vignette nur provisorisch kleben und immer wieder wechseln. Damit riskieren die Autofahrer auch Betrugsanzeigen. "Der ÖAMTC hat durchaus Verständnis für rigorose Strafen bei schweren Gesetzesverstößen", sagt Brugger-Brandau. "In diesem Fall ist es aber höchste Zeit für eine faire Lösung."

Die jetzigen Mautregelungen sind auch für Wohnmobil-Besitzer sehr unbefriedigend, deren Gefährt ein höchstzulässiges Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen hat. "Sie fahren sehr wenig, belasten die Autobahnen daher kaum, zahlen aber kilometerabhängige Maut wie die ungleich größeren Lkw", kritisiert die ÖAMTC-Expertin. Auch für diese Fahrzeuge verlangt der ÖAMTC - so wie für Pkw mit Anhänger - eine gerechte Vignettenlösung.

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ÖAMTC-Pressestelle/Claudia Kesche

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