Über 20 Bildungscluster auf Erfolgskurs

Mitterlehner: Kooperationen zwischen Unternehmen und Bildungseinrichtungen verbessern die Berufsorientierung und erhöhen den Praxisbezug der Ausbildung

Wien (PWK395) - Die Initiative von Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Bildungsministerium, Bildungscluster als Kooperationsnetzwerke an Schul- und Wirtschaftsstandorten in Österreich einzurichten, bewährt sich. "Seit 2002 haben sich bundesweit Schulen und Bildungsinstitute mit Unternehmen, regionalen Wirtschaftskammern und anderen Interessenvertretungen zu inzwischen über 20 Bildungscluster zusammengeschlossen und zahlreiche weitere sind bereits konkret im Aufbau", zieht Reinhold Mitterlehner, stv. WKÖ-Generalsekretär, bei der Eröffnung des Bildungsclusters Wels erfolgreiche Zwischenbilanz.

Die gemeinsame Qualifizierungsoffensive von WKÖ und bm:bwk ziele vor allem in Richtung besserer Ausbildung, besserer Berufsorientierung und auch in Richtung Praxisschub für die Schulen. "Die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Schule ist für einen attraktiven Wirtschaftsstandort von großer Bedeutung, um gut ausgebildete Arbeitskräfte und damit auch hochwertige Produkte und Dienstleistungen hervorbringen zu können. Österreich kann nicht den Kostenwettbewerb gewinnen, aber sehr gut im Qualitätswettbewerb punkten. Die Bildungscluster leisten dazu einen wichtigen Beitrag", ist Mitterlehner überzeugt.

So wurde beispielsweise im Vorjahr sehr erfolgreich der Bildungscluster Wr. Neustadt eröffnet. 15 Schulen unter anderem HTL, BRG, Berufschule, Hauptschulen sowie die Fachhochschule Wr. Neustadt vernetzten sich mit über 20 regionalen Unternehmen aus verschiedensten Branchen. In der Region Neunkirchen entstand im Herbst ein Bildungscluster unter der Leitung der Handelsakademie, wo mit rund 30 Unternehmen kooperiert wird. Auch die Kooperative Mittelschule Brüsslgasse in Wien, in der SchülerInnen aus 15 verschiedenen Nationen unterrichtet werden und die ihren Schwerpunkt schon seit Jahren auf das Thema Berufsorientierung setzt, ist seit Dezember Bildungscluster-Partner. Als "Bildungscluster-Land" hat sich Tirol herauskristallisiert, das durch Hall in Tirol und weitere 8 Standorte vertreten ist. In Wien war das Berufsinformationszentrum der Wirtschaftskammer Wien (biwi) als Drehscheibe zwischen Schule und Wirtschaft von Anfang an dabei.

"Jeder Bildungscluster hat seine eigene Geschichte und entwickelt seine eigene Dynamik. Die Entwicklung ist äußerst vielversprechend", freut sich Mitterlehner, der für die Zukunft eine bundesweite Implementierung von Clustern anvisiert. 2005 starten unter anderem Mistelbach, Amstetten, Graz, Villach, Spittal/Drau und Jennersdorf.

Als Erfolgsgeheimnis bezeichnet der WKÖ-General das praxisorientierte Konzept mit rascher Umsetzbarkeit an jedem interessierten Standort, gepaart mit einer zielgruppenkonformen Projektberatung und -begleitung. Die Zusammenarbeit ist flexibel vereinbar und gestaltet sich individuell aus den unterschiedlichen Qualifizierungsbedürfnissen und Gegebenheiten in den Regionen. Das Netzwerk ist offen und erweitert sich laufend. Ein Moderator begleitet und koordiniert die Clusterentwicklungen. Die Zusammenarbeit und Vernetzung erfolgt über moderne Kommunikationstechnologien sowie persönlich bei Interaktionen, gemeinsamen Veranstaltungen, durch "Wirtschaftsstammtische" bzw. durch gegenseitige Besuche. Zusätzlich erscheint ein monatlicher Newsletter der an 8.000 Schulen versendet wird. Die allgemeinen Konzepte sind auf www.bildungscluster.at zu finden. (Ne)

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