- 02.06.2005, 09:27:28
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Über 20 Bildungscluster auf Erfolgskurs
Mitterlehner: Kooperationen zwischen Unternehmen und Bildungseinrichtungen verbessern die Berufsorientierung und erhöhen den Praxisbezug der Ausbildung
Wien (PWK395) - Die Initiative von Wirtschaftskammer Österreich
(WKÖ) und Bildungsministerium, Bildungscluster als
Kooperationsnetzwerke an Schul- und Wirtschaftsstandorten in
Österreich einzurichten, bewährt sich. "Seit 2002 haben sich
bundesweit Schulen und Bildungsinstitute mit Unternehmen, regionalen
Wirtschaftskammern und anderen Interessenvertretungen zu inzwischen
über 20 Bildungscluster zusammengeschlossen und zahlreiche weitere
sind bereits konkret im Aufbau", zieht Reinhold Mitterlehner, stv.
WKÖ-Generalsekretär, bei der Eröffnung des Bildungsclusters Wels
erfolgreiche Zwischenbilanz.
Die gemeinsame Qualifizierungsoffensive von WKÖ und bm:bwk ziele vor
allem in Richtung besserer Ausbildung, besserer Berufsorientierung
und auch in Richtung Praxisschub für die Schulen. "Die enge
Zusammenarbeit von Wirtschaft und Schule ist für einen attraktiven
Wirtschaftsstandort von großer Bedeutung, um gut ausgebildete
Arbeitskräfte und damit auch hochwertige Produkte und
Dienstleistungen hervorbringen zu können. Österreich kann nicht den
Kostenwettbewerb gewinnen, aber sehr gut im Qualitätswettbewerb
punkten. Die Bildungscluster leisten dazu einen wichtigen Beitrag",
ist Mitterlehner überzeugt.
So wurde beispielsweise im Vorjahr sehr erfolgreich der
Bildungscluster Wr. Neustadt eröffnet. 15 Schulen unter anderem HTL,
BRG, Berufschule, Hauptschulen sowie die Fachhochschule Wr. Neustadt
vernetzten sich mit über 20 regionalen Unternehmen aus
verschiedensten Branchen. In der Region Neunkirchen entstand im
Herbst ein Bildungscluster unter der Leitung der Handelsakademie, wo
mit rund 30 Unternehmen kooperiert wird. Auch die Kooperative
Mittelschule Brüsslgasse in Wien, in der SchülerInnen aus 15
verschiedenen Nationen unterrichtet werden und die ihren Schwerpunkt
schon seit Jahren auf das Thema Berufsorientierung setzt, ist seit
Dezember Bildungscluster-Partner. Als "Bildungscluster-Land" hat sich
Tirol herauskristallisiert, das durch Hall in Tirol und weitere 8
Standorte vertreten ist. In Wien war das Berufsinformationszentrum
der Wirtschaftskammer Wien (biwi) als Drehscheibe zwischen Schule und
Wirtschaft von Anfang an dabei.
"Jeder Bildungscluster hat seine eigene Geschichte und entwickelt
seine eigene Dynamik. Die Entwicklung ist äußerst vielversprechend",
freut sich Mitterlehner, der für die Zukunft eine bundesweite
Implementierung von Clustern anvisiert. 2005 starten unter anderem
Mistelbach, Amstetten, Graz, Villach, Spittal/Drau und Jennersdorf.
Als Erfolgsgeheimnis bezeichnet der WKÖ-General das praxisorientierte
Konzept mit rascher Umsetzbarkeit an jedem interessierten Standort,
gepaart mit einer zielgruppenkonformen Projektberatung und
-begleitung. Die Zusammenarbeit ist flexibel vereinbar und gestaltet
sich individuell aus den unterschiedlichen
Qualifizierungsbedürfnissen und Gegebenheiten in den Regionen. Das
Netzwerk ist offen und erweitert sich laufend. Ein Moderator
begleitet und koordiniert die Clusterentwicklungen. Die
Zusammenarbeit und Vernetzung erfolgt über moderne
Kommunikationstechnologien sowie persönlich bei Interaktionen,
gemeinsamen Veranstaltungen, durch "Wirtschaftsstammtische" bzw.
durch gegenseitige Besuche. Zusätzlich erscheint ein monatlicher
Newsletter der an 8.000 Schulen versendet wird. Die allgemeinen
Konzepte sind auf www.bildungscluster.at zu finden. (Ne)
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