ÖGJ: Horrorzahlen bei Lehrstellenmangel erfordern Sofortmaßnahmen

Zuwachs um fast ein Drittel - bis Herbst muss etwas passieren!

Wien (ÖGJ/ÖGB) - "Wenn die Bundesregierung jetzt noch nicht verstanden hat, dass sie dringendst mehr Lehrstellen schaffen muss, anstatt auch noch diejenigen bei den ÖBB zu kürzen, dann ist ihr wirklich nicht mehr zu helfen", kommentiert der Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Jürgen Eder, die aktuellen Horrorzahlen zu Lehrstellenmangel und Jugendarbeitslosigkeit. Die Zahl der Lehrstellensuchenden hat im Vergleich zum Mai des Vorjahres um 28,3 Prozent zugenommen, die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen um 8,7 Prozent.++++

"Diese Zahlen zeigen, dass alle bisherigen Fördermaßnahmen nichts genutzt haben", sagt Eder, "nun brauchen wir nicht Investitionen in die Jugendarbeitslosigkeit, sondern dagegen." Es ist an der Zeit, den von der ÖGJ seit langem geforderten Ausbildungsfonds, über den auch die Nichtausbildenden Unternehmen an der Finnanzierung der bald dringend benötigten Fachkräften beteiligt werden, endlich umzusetzen. "Das Appellieren an die Unternehmer, dass sie mehr Lehrlinge aufnehmen sollen, hat nichts gebracht - jetzt müssen die Ausbildungsverweigerer in die Pflicht genommen werden.

Alexander Prischl, Berufsbildungsexperte im ÖGB, fordert Sofortmaßnahmen von der Bundesregierung: "Die Tausenden Jugendlichen, die ohne Lehrstelle dastehen, können nicht ewig warten. Im September müssen genügend Ausbildungsplätze da sein, wenn man die Betroffenen nicht um ihre Zukunft bringen will." Bis zum Herbst müssen mindestens 10.000 Lehrgangsplätze eingerichtet werden, damit diese Jugendlichen nicht auf der Straße stehen, präzisiert Prischl.(fk)

ÖGB, 1. Juni
2005
Nr. 356

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