Grillitsch zum Weltmilchtag: Konsumpatriotismus muss gestärkt werden

Parlamentsbeschluss zu Lebensmittelkennzeichnung soll Kaufentscheidung erleichtern

Wien (AIZ) - "Der Konsumpatriotismus in Österreich muss weiter gestärkt werden. Unsere Bäuerinnen und Bauern erzeugen Lebensmittel von höchster Güte. Dieses Qualitätsdenken muss von den Konsumenten entsprechend honoriert werden." Das sagte der Präsident des Österreichischen Bauernbundes, Fritz Grillitsch, anlässlich des heutigen Weltmilchtages. "Um zu dieser Bewusstseinsbildung beizutragen, habe ich die Initiative 'Geschmack der Heimat' ins Leben gerufen, bei der es auch darum geht, für die Bauern kostendeckende Erzeugerpreise zu erreichen", erläuterte Grillitsch.

"Der Lebensmittelhandel trägt die Aktion 'Geschmack der Heimat' erfreulicherweise mit. Dennoch wird der Druck durch die immer stärker werdenden Handelsmarken und Diskonter größer. Damit die österreichischen Produkte nicht austauschbar werden, habe ich im Nationalrat einen Entschließungsantrag zur Kennzeichnung heimischer Lebensmittel eingebracht, der auch bereits beschlossen wurde. Der stärkste Konsumpatriotismus nützt nämlich nichts, wenn die Konsumenten nicht auf einen Blick erkennen können, woher ihre Milch stammt", unterstrich Grillitsch.

"Die heimischen Milchbauern stehen in der nächsten Zeit vor großen Herausforderungen. Diese liegen vor allem im internationalen Bereich - Stichwort WTO und Ländliche Entwicklung neu", sagte der Bauernbund-Präsident. In den Verhandlungen um die Ländliche Entwicklung müsse es uns darum gehen, die Ausgleichszulage für Bergbauern und das Umweltprogramm ÖPUL so gut wie möglich abzusichern. Das könne nur gelingen, wenn alle Bauern an einem Strang ziehen.

Maßnahmenpaket Milch

"Um die Milchbauern zu unterstützen, haben wir ein eigenes Maßnahmenpaket beschlossen", so Grillitsch. Dieses beinhalte unter anderem eine Einschränkung des Milchquotenleasings, eine Verschärfung der Verfallsbestimmungen nicht ausgenutzter Milchquoten und eine höhere Zusatzabgabe für Großüberlieferer. Damit werde es gelingen, den Milchstandort Österreich nachhaltig abzusichern, betonte der Bauernbund-Präsident.
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