JAKOB AUER: WOHIN MIT DEM WIRTSCHAFTSDÜNGER?

Änderung des Wasserrechtsgesetzes bringt praktikable Lösung für Bauern

Wien, 1. Juni 2005 (ÖVP-PK) Für viele Rinderbauern ergab sich aufgrund der EU-Nitratrichtlinie folgendes Problem: sie mussten den laut Vorgaben überschüssig am Hof produzierten Wirtschaftsdünger abgeben und mineralischen Handelsdünger zur Deckung des Pflanzenbedarfs an Stickstoff zukaufen. "Eine praktikable Lösung musste gefunden werden, damit vor allem Bauern mit dominierender Rinderhaltung im alpinen bzw. voralpinen Bereich ihren betriebseigenen Wirtschaftsdünger wieder der natürlichen Kreislaufwirtschaft zuführen können", begrüßte heute, Mittwoch, ÖVP-Abg. Jakob Auer die entsprechende Gesetzesänderung durch Landwirtschaftsminister Josef Pröll im Wasserrechtsgesetz. ****

"Die Bauern waren zu Recht verärgert, dass sie aufgrund der Reduktion der zulässigen Stickstoffhöchstmenge von 210 kg auf 170 kg teuren Handelsdünger zukaufen mussten", brachte Auer die Notwendigkeit einer Gesetzesänderung auf den Punkt. "Denn", so der Bauernbundabgeordnete, "es ist ja nicht so, dass die Rinderbauern, die im alpinen Raum die Berghänge bewirtschaften, mit dem Dung die Natur bzw. das Grundwasser zerstören. Im Gegenteil: es sind oft unlogische, bürokratische und ungerechtfertigte Hürden, die eine traditionelle Form der Bewirtschaftung gefährden", verweist Auer auch darauf, dass seit dem EU-Beitritt Österreichs fast 10.000 weniger Bauernhöfe in Oberösterreich bewirtschaftet werden. "Im Sinne einer flächendeckenden Landschafts- und Umweltpflege ist es somit notwendig, bei starren Regelungen praktikable Lösungen zu finden." An der Düngungsintensität werde sich auch in Zukunft nichts ändern. Aber ungerechtfertigte Benachteiligungen wurden mit dem neuen Wasserrecht abgeschafft, schloss Auer.
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