NEWS: Heeres-Budget explodiert auf 2,5 Milliarden Euro

Eurofighter sorgen für Kostenexpolosion ab 2007 um 40% Burgenland-LH Niessl erklärt Verteidigungsminister Platter wegen Kasernen-Verkäufen "den Krieg"

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner am Mittwoch erscheinenden Ausgabe vertrauliche Modellrechnungen des Verteidigungsministeriums zur Entwicklung des Verteidigungsbudgets bis zum Jahr 2012.

Aus dem Geheim-Dossier der Experten des Verteidigungsressorts geht hervor, dass das Heeresbudget ab 2007 drastisch erhöht werden muss. Aus 1.740 Millionen Euro im Jahr 2004 werden so innerhalb von nur drei Jahren knapp 2.400 Millionen Euro, was einer Steigerung von 38 Prozent entspricht. In den darauf folgenden Jahren durchbricht das Budget in der Modellrechnung sogar die Schallmauer von 2,5 Milliarden Euro.

Während die Personalkosten bis 2012 nur um rund 100 Millionen Euro ansteigen, explodiert das Budget durch die ab 2007 fälligen Kaufpreisraten der Eurofighter dramatisch. Allein 2007 sind 435 Millionen Euro für die neuen Abfangjäger fällig. Ab 2009 steigen auch die Investitionsausgaben von derzeit weniger als 400 Millionen Euro auf knapp 700 Millionen Euro jährlich.

Der geplante Ausweg: "Nicht mehr benötigte Infrastruktur" wie Kasernen soll verkauft werden, "die dabei erzielten Erlöse sollten zur Gänze dem BMLV zur Verfügung stehen", wie es in dem Dossier heißt.

Verteidigungsminister Günther Platter muss daher schnellstmöglich eine Einigung mit den Landeshauptleuten zur geplanten Schließung von knapp der Hälfte der österreichischen Kasernen erzielen, um diese Liegenschaften abverkaufen zu können.

Doch der burgenländische Landeshaupt Hans Niessl stemmt sich im NEWS-Interview vehement gegen die Pläne. Zum Plan, vier oder gar fünf burgenländische Kasernen zu schließen, sagt Niessl: "Das zu tun, bedeutet Krieg mit dem Burgenland. Das lassen wir uns sicherlich nicht bieten."

Auch in der Landeshauptleute-Konferenz sei der Tenor eindeutig. Niessl: "Der Plan, knapp die Hälfte der österreichischen Kasernen zu schließen, ist illusorisch. Der Standpunkt ist, dass man über die Schließung der einen oder anderen Kaserne reden kann. Aber diesen dramatischen Reduzierungen, die geplant sind, wird man keine Zustimmung erteilen."

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