Grüne Wien: Sexarbeiterinnen brauchen Rechte statt Ausgrenzung

Vana: "Internationalen Hurentag am 2. Juni zum Anlass nehmen, um Rechte durchzusetzen"

Wien (OTS) - Sexarbeit ist immer noch ein Tabuthema. Frauen, die
der Prostitution nachgehen, haben keine Sozial- und Arbeitsrechte und werden gesellschaftlich geächtet. Auf die diskriminierenden Verhältnisse in der Prostitution soll mit dem Internationalen Hurentag am morgigen 2. Juni aufmerksam gemacht werden. Monika Vana, Frauensprecherin der Wiener Grünen: "Prostitution ist Arbeit, die sozial- und arbeitsrechtlich anerkannt werden muss. Wer Frauenrechte schützen will, muss gegen die Stigmatisierung und Kriminalisierung von Sexarbeiterinnen antreten."

Vana merkt an, dass rechtliche Verbesserungen primär durch Änderungen von Bundesgesetzen erfolgen könnten: "Wir wollen, dass die Wiener Stadtregierung mehr in Richtung Anerkennung von Sexarbeit als Arbeit unternimmt und Frauenrechte wahrt".

Die Grünen Wien fordern:

+ Die volle Anerkennung der Sexarbeit als Erwerbszweig
+ Aufenthalts- und Beschäftigungsbewilligung von MigrantInnen, die in der Sexarbeit tätig sind, auch nach dem "Ausstieg"
+ Aufhebung der Meldepflicht bei der Sicherheitspolizei
+ freier und selbstbestimmter Zugang zur Gesundheitsversorgung
+ Entkoppelung von Sexarbeit und Sittenwidrigkeit in den Gesetzen -Veränderungen im Arbeitsrecht, Vertragsrecht, Sozialversicherungsrecht, etc.
+ Aktive Ausstiegshilfen
+ Unterstützung bestehender NGO-Einrichtungen - statt Kriminalisierung und finanzieller Aushungerung
+ Sicherung einer eigenständigen Lebensmöglichkeit von SexarbeiterInnen

Hinweis: Mit dem Motto Sex.ARBEIT sind die Grünen in einer Solidaritäts- und Informationsaktion anlässlich des Internationalen Hurentags am 2. Juni mit den Vereinen LEFÖ - Beratung, Bildung und Begleitung für MigrantInnen und A.U.S./Arbeit.Umbruch.Soziales in der Zeit von 15.00 bis 19.00 Uhr am Urban-Loritz-Platz vor der Hauptbücherei präsent.

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