Frau in der Wirtschaft fordert Betreuungsprämie in Form einer steuerlichen Begünstigung

Unterschriftenaktion: Frauen sollen sich die Vereinbarkeit von Haushalt, Beruf und Familie auch leisten können

Wien (PWK390) - Frau in der Wirtschaft (FiW) begrüßt, dass auch die Sozialministerin in der gestrigen Sitzung des Familienausschusses im Nationalrat die langjährige Forderung von FiW nach einer steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuung unterstützt. DENN:
Frauen in der Wirtschaft müssen mehr leisten. Mehr als die Hälfte aller Frauen fühlen sich durch die Mehrfachbelastung von Familie, Haushalt, Beruf und Unternehmen stark beeinträchtigt. Weil Kindergärten und Schulen keine ausreichend flexible Betreuung anbieten, die den Anforderungen der Arbeitswelt von heute entspricht, müssen Frauen für eine entsprechende Kinderbetreuung selbst in die Tasche greifen. Frau in der Wirtschaft meint: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssen sich alle Frauen - Angestellte, Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen - leisten können. Deshalb fordert Frau in der Wirtschaft eine Betreuungsprämie in Form einer steuerlichen Begünstigung.

Das Betreuungsprämienmodell von Frau in der Wirtschaft ist einfach und überzeugend:
10 Prozent der Aufwendungen für Betreuungs- und Haushaltshilfen mit einer maximalen Deckelung von 783 Euro pro Jahr können als Prämie auf dem Abgabenkonto gutgeschrieben werden. Für die Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, Sonja Zwazl, sind die Vereinbarkeit von Unternehmen und Kindern und die hohen Kosten für eine passende Kinderbetreuung schon seit langem ein interessenpolitisches Top-Thema. "Die Betreuungsprämie ermöglicht es Frauen, ihre Arbeitskraft auf ihre selbstständige bzw. nichtselbstständige Tätigkeit zu konzentrieren. Betreuungs- und Haushaltsdienstleistungen müssen nicht mehr aus Kostengründen in Eigenregie erbracht werden", betont Zwazl. Mit diesem neuen Modell solle es Fairplay für Unternehmerinnen geben, die sich eine externe Kinderbetreuung organisieren und finanzieren müssen. Eine Absetzbarkeit der Betreuungs- und Haushaltshilfen komme denen zugute, die es am meisten brauchen: Nämlich
den vielen Unternehmerinnen mit Kleinst- und Kleinbetrieben und ihren Mitarbeiterinnen", unterstreicht die Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft.

Die technische Umsetzung der Betreuungsprämie ist einfach. Die Prämie würde als Gutschrift auf dem Abgabenkonto verzeichnet und als Erstattung von der Einkommenssteuer vergleichbar mit der Bildungsprämie, der Investitionszuwachsprämie oder der Lehrlingsausbildungsprämie gelten.

Zur Durchsetzung der Forderung nach dem Betreuungsprämienmodell hat Zwazl eine großangelegte Unterschriftenaktion gestartet, die jeder auf www.betreuungspraemie.at abrufen und unterstützen kann. Wer sich genauer über das Thema informieren will, findet in der aktuellen Ausgabe der Unternehmerin interessante Facts & Figures sowie Beispiele unternehmerisch tätiger Frauen zum Thema: "Kinderbetreuung:
Was wir tun, was wir brauchen". Diese steht Ihnen online unter
http://portal.wko.at/wk/dok_detail_file.wk?AngID=1&DocID=366124 zur
Verfügung. (EBK)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Frau in der Wirtschaft
Mag. Elisabeth Zehetner
Tel.: (++43) 0590 900-3018
mailto: fiw@wko.at
http://wko.at/unternehmerin

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001