Briefe und Pakete aus der Apotheke

Apothekerinnen und Apotheker sichern die Nahversorgung mit Postdiensten - Apotheken in Teesdorf und Donnerskirchen als neue Postpartner

Wien (OTS) - Immer mehr Apotheken übernehmen die Postgeschäfte schließender Postämter, und sichern damit die Nahversorgung mit Postdiensten in den jeweiligen Gemeinden. Medikamente einkaufen und nebenbei gleich einen Brief aufgeben: Für einige tausend Menschen in Österreich ist das Besorgen ihrer Arzneimittel und das Erledigen ihrer Post an ein und demselben Standort Realität geworden.

Zwei neue Postpartner

Am 30. Mai 2005 hat die Apotheke in Teesdorf in Niederösterreich ihren Postschalter in Betrieb genommen. Knapp zwei Wochen danach, am 13. Juni 2005, wird die Apotheke in Donnerskirchen im Burgenland ihre Postpartnerschaft starten. Mit den beiden Neueröffnungen gibt es bereits drei Postpartner unter Österreichs Apotheken. Den Anfang hat die Apotheke in Thaur in Tirol gemacht, die seit 1. Juli 2002 die Postgeschäfte der lokalen Bevölkerung abwickelt.

Konsumentenfreundliche Öffnungszeiten

Das große gelbe Leuchtschild mit der Aufschrift "Postpartner" prangt seit wenigen Tagen direkt unter dem Apotheken-A auf der Außenwand des Apothekengebäudes in Teesdorf in Niederösterreich. In der Apotheke selbst hat Inhaber Mag.pharm. Kurt Putz eine eigene Postecke mit Postschalter eingerichtet. Außer dem Apotheker hatten sich auch ein Greißler und ein Baustoffhändler um das Postgeschäft des aufgelassenen Postamtes in Teesdorf bemüht. Den Zuschlag aber hat die zentral liegende Apotheke erhalten, unter anderem wegen ihrer konsumentenfreundlichen Öffnungszeiten.

"Die Einwohner befürworten unser Engagement", sagt Putz. "Schließlich hatte die Post nur 37 1/2 Stunden pro Woche offen, während der Postbetrieb in der Apotheke 55 Stunden pro Woche offen halten wird."

Auch in der burgenländischen Gemeinde Donnerskirchen ist die Errichtung eines kleinen Postamtes in der Apotheke im vollen Gange. Ab 13. Juni 2005 wird Mag.pharm. Wolfgang Bencic den 1.750 Einwohnern neben seiner breiten Palette an Apothekenwaren diverse Postdienste anbieten. Eine dreitägige Schulung bei der Post haben der Apotheker und einige seiner Mitarbeiter bereits absolviert. Bencic: "Wir werden unter Beweis stellen, dass wir als Apotheker viel von Nahversorgung verstehen."

Im Dienst der Gemeinschaft

Die Apotheke in Thaur in Tirol ist der Pionier unter den Apotheken-Postpartnern. Seit Juli 2002 werden in der Apotheke in Thaur Briefe frankiert, Pakete entgegengenommen und Geldüberweisungen durchgeführt. "Pro Monat werden bei uns 2.500 Briefe und 200 bis 400 Pakete aufgegeben", sagt Mag.pharm. Bernhard Arendt, leitender Angestellter der Apotheke. Ein Bombengeschäft sind Postdienste zwar nicht. Arendt zeigt sich dennoch zufrieden: "Wir sehen es als Dienst an der Gemeinschaft."

In Österreich spielen die Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnah-versorger. Insgesamt beraten 4.700 Apothekerinnen und Apotheker mit abgeschlossenem Pharmaziestudium die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Sie erfolgt individuell und auf fachlich hohem Niveau. Bei 64,6 Prozent aller Beratungsgespräche dauert die Beratungszeit vier bis zehn Minuten. Rund die Hälfte der 1.176 Apotheken befindet sich am Land oder in Kleinstädten.

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