SP-Valentin: Wien räumt öffentlichem Verkehr Vorrang ein

VP-Gerstl verschläft mit seinen Forderungen die Realität - Restriktive Politik der schwarzblauorangen Bundesregierung Hauptproblem beim öffentlichen Nahverkehr

Wien (SPW-K) - "Wien räumt zur Lösung der Verkehrsproblematik im Ballungsraum dem öffentlichen Verkehr Vorrang ein. Die heute von Verkehrssprecher der Wiener ÖVP, Gerstl, aufgestellten Forderungen nach einem Ausbau der U-Bahn sowie anderer öffentlicher Verkehrsmittel in Wien kommen zu spät, weil sie von der sozialdemokratischen Stadtregierung längst durchgeführt wurden und laufend werden. Gerstl verschläft die Realität", stellte Dienstag SP-Gemeinderat Erich Valentin in einer Replik im Pressedienst der SPÖ Wien zu den Aussagen des VP-Politikers fest.

Valentin erinnerte daran, dass derzeit die U-Bahn-Linie U 1 nach Leopoldau und die U 2 in den Bereich Stadion und in weiterer Folge nach Aspern verlängert würden. Zudem gäbe es bereits Pläne, so der Gemeinderat, für einen Ausbau der Linie U 1 als auch der U 2 in den Süden Wiens. Zudem seine drei neue Straßenbahnlinien geplant. Valentin: "Wien macht seine Hausaufgaben zur Lösung der Verkehrsprobleme. Auch u.a. mit dem System der Parkraumbewirtschaftung".

Das Problem im öffentlichen Verkehr sei - nach Valentins Meinung -vielmehr die schwarzblauorange Bundesregierung, die auch heuer die Zuschüsse für den Nahverkehr drastisch kürze und plane, die Verantwortung für Nahverkehrsstrecken gänzlich an die Länder abzuschieben. Damit, so der Mandatar, wollen sich der Bund bzw. die ÖBB die notwendigen, auf zahlreichen Neben- bzw. Nahverkehrsstrecken im Wiener Umland in nächster Zeit unumgänglichen Investitionen ersparen. Die Forderung von Gerstl, Wien solle mit den Schnellbahnen eine engere Kooperation anstreben, sei daher nicht anderes als ein Brief an die falsche Adresse, betonte Valentin. Gerade durch die Kürzungen des Bundeszuschusses von versprochenen 65 Millionen auf 8,5 Millionen Euro im heurigen Jahr seien wichtige S-Bahn-Projekte, u.a. die Verkürzung der Intervalle auf der S 7 und der S 80, massiv gefährdet. Ebenso sei die von der Regierung gegen alle Vernunft durchgeführte Verscherbelung von zwanzig Prozent der Postbuslinien, wie es derzeit aussieht u.a. auch an ausländische Privatunternehmen, hinsichtlich eines optimierten Nahverkehrs geradezu kontraproduktiv, betonte Valentin.

Wien verfüge, so der SP-Gemeinderat abschließend, über ein ausgezeichnet funktionierendes öffentliches Verkehrsnetz, was nicht zuletzt der Modal Split beweise. Valentin: "Rund zwei Drittel aller in Wien zurückgelegten Wege werden im Umweltverbund, d.h. mit den Öffis, dem Fahrrad oder zu Fuß, zurückgelegt. Das ist der europäische Spitzenwert. Nicht zuletzt mit Hilfe der im Masterplan Verkehr festgehaltenen Maßnahmen wird dieser Anteil weiter gesteigert werden. Wien macht´s vor, wie es auch im öffentlichen Verkehr gut geht, während die schwarzblauorange Bundesregierung sich als Totengräber des öffentlichen Nahverkehrs betätigt", schloss Valentin. (Schluss)

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