BMWA stellt fest: nur 150 zusätzliche "Grenzgänger" im Burgenland

Klarstellung des Ministeriums zu Behauptungen der SPÖ-Burgenland (APA 0372 von heute)

Wien (BMWA-OTS) - Zu den in der heutigen APA-Meldung 372 ("SPÖ für Reduktion der Grenzgängerkontingente im Burgenland") aufgestellten Behauptungen der SPÖ Burgenland stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit fest:

Das Grenzgängerkontingent für ungarische Arbeitnehmer im Burgenland 2005 beträgt zwar 2.050, es werden jedoch alle bisher zugelassenen Grenzgänger - auch wenn sie bereits freien Zugang zum Arbeitsmarkt haben - auf diese Kontingentzahl angerechnet. Die "Nettoneuzulassung" für dieses Jahr beträgt daher lediglich 150 zusätzliche Grenzgänger. Diese Berechnungsmethode wurde in der österreichisch-ungarischen Grenzgängerkommission, in der auch beide Sozialpartnerseiten vertreten sind, verbindlich festgelegt. Die Zulassung von lediglich 150 zusätzlichen Grenzgängern ist aus Sicht des BMWA arbeitsmarktpolitisch vertretbar und soll primär dazu dienen, einen zusätzlichen Bedarf an Fachkräften, der aus dem vorhandenen Arbeitskräftepotenzials nicht ausreichend abgedeckt werden kann, zu befriedigen.

Darüber hinaus ist im Rahmen der bilateralen Abkommen im Bereich der Beschäftigung zu bedenken, dass Österreich auf Grund des Beitrittsvertrages trotz einer konsequenten Anwendung des Übergangsregimes verpflichtet ist, Arbeitskräften aus den neuen EU-Mitgliedstaaten einen sukzessive verbesserten Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Ministerbüro: Dr. Ingrid Nemec, Tel: (++43-1) 71100-5108
Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel: (++43-1) 71100-2058
presseabteilung@bmwa.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MWA0002