EU-Verfassung: Schultes fordert baldige Lösung der Finanzierungsfrage

Nein der Franzosen wirkt sich auch auf österreichische Landwirtschaft aus

St. Pölten (AIZ) - "Das Nein der Franzosen zur Ratifizierung der gemeinsamen EU-Verfassung wird sich auch auf die österreichische Landwirtschaft auswirken", kommentiert der Präsident der NÖ Landwirtschaftskammer, Hermann Schultes, den Ausgang des Referendums in Frankreich. "Eine gewisse Europaskepsis ist zwar verständlich, aber zum derzeitigen Zeitpunkt nicht hilfreich. Es stehen zahlreiche Entscheidungen auf EU-Ebene an, die rasch getroffen werden müssen", gibt Schultes zu bedenken. "Gerade die künftige Finanzierung der EU, der Marktordnungen und der ländlichen Entwicklung bedürfen einer baldigen und vernünftigen Lösung", so der Präsident.

Verändert werden müsse auf Ebene der EU-Kommission auch die Position zur WTO. Schultes verlangt die Eigenständigkeit der europäischen Lebensmittelversorgung als wichtige Haltung gegenüber der Welthandelsorganisation. "Lebensqualität in Europa verlangt Arbeitsplätze und Lebensmittel, die nach unseren Sozial- und Umweltstandards und ohne Kinderarbeit hergestellt werden", unterstreicht der LK- Präsident. Schultes fordert die Verantwortlichen auf, die für die Landwirtschaft so notwendigen europäischen Finanzierungsfragen für 2007 bis 2013 rasch zu klären. "Wir Bauern brauchen trotz dieses Rückschlags schnell klare Verhältnisse. Die Landwirte müssen wissen, wie sich die Rahmenbedingungen in den nächsten Jahren gestalten, um darauf ihre Zukunftsentscheidungen aufbauen zu können", ruft Schultes zum Weiterarbeiten am gemeinsamen Projekt EU auf.
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