Wurm: Die HelferInnen brauchen unsere Hilfe!

SozialarbeiterInnengesetz im heutigen Petitionsausschuss

Wien (SK) "Die HelferInnen brauchen unsere Hilfe", betonte heute SPÖ-Abgeordnete und Vorsitzende des Petitionsausschusses, Gisela Wurm. Der heutige Ausschuss beinhaltet eine Petition betreffend ein Berufsgesetz für SozialarbeiterInnen ebenso wie eine Petition betreffend kostenloser Schutzimpfungen gegen Hepatitis-B für freiwillige FeuerwehrhelferInnen. ****

Berufsgesetz für SozialarbeiterInnen

Professionelle Sozialarbeit setzt eine fachliche Grundausbildung voraus, die umfassendes Fachwissen vermittelt und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand gehalten wird. Die Berufsfelder der Sozialarbeit orientieren sich an gesellschaftlichen Problemen und gewinnen immer mehr an Bedeutung. "Ein einheitliches Berufsgesetz sichert die notwendige Qualität gerade in einer Zeit, in der durch zahlreiche privatwirtschaftliche organisierte Kurse, Seminare und work-shops mit fraglichem Niveau immer mehr Menschen in verschiedensten Bereichen der sozialen Arbeit tätig sind", betonte Wurm.

Immerhin rechnet das Wirtschaftsministerium mit 50.000 neuen Arbeitsplätzen im Bereich der Sozialen Arbeit innerhalb der nächsten 10 Jahre. Umso wichtiger ist ein bundeseinheitliches Berufsgesetz für SozialarbeiterInnen. Neben einigen Landeshauptleuten wird diese Forderung prinzipiell auch vom Sozialministerium unterstützt. Das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit sieht, nachdem der Bund mit den Ländern eine 15-a-Vereinbarung für Sozialbetreuungsberufe geschlossen hat, keinen Bedarf. Nichtsdestotrotz sei einer Sicherung des Berufsschutzes und der Qualität durch ein einheitliches Berufsgesetz für SozialarbeiterInnen dringend notwendig, so Wurm.

Kostenlose Schutzimpfungen gegen Hepatitis B für freiwillige FeuerwehrhelferInnen

Die Aufgaben der FeuerwehrhelferInnen reichen heute über den klassischen Bereich der Brandlöschung weit hinaus. Von mehr als 20.000 Einsätzen im Jahr entfallen mittlerweile zwei Drittel in den technischen Bereich, in den unter anderem die Bergung von Unfallopfern, deren Erstversorgung und die Übergabe an die Rettungsorganisationen gehört. Die Gesundheit der Feuerwehrangehörigen ist dabei aufgrund von Kontakt mit Körperflüssigkeiten sowie der Gefahr von Schnittwunden gefährdet.

"Die SPÖ setzt sich seit mehreren Jahren für eine kostenlose Schutzimpfung gegen Hepatitis B für Feuerwehrleute ein. Dies wird zwar von allen Seiten - auch den Regierungsfraktionen - befürwortet, geschehen ist jedoch bislang nichts", kritisierte Wurm.

Durch eine Änderung des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes soll eindeutig klargestellt werden, dass auch für Tätigkeiten von Feuerwehren im Einsatz ein erhebliches Infektionsrisiko besteht und diese somit in der Berufskrankheitenliste des ASVG erfasst sind. Eine einfache Spritze schützt vor einer Ansteckung. "Hier dürfen nicht länger finanzielle Gründe angeführt werden. Das Gesundheitsministerium muss endlich handeln", schloss Wurm. (Schluss) up/mp

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0015