Eder zu Postbus: "Strategie des Verscherbelns geht weiter"

Bevölkerung zahlt die Zeche für falsche Infrastrukturpolitik

Wien (SK) Scharfe Kritik an den Plänen, die zum Verkauf stehenden Postbus-Linien an einen französischen Konzern zu verkaufen, übte heute SPÖ-Verkehrssprecher Kurt Eder. "Anstatt eine innovative Politik zu verfolgen, die in Kooperationen des Postbus mit ausländischen Unternehmen und auch in einer Expansion liegen könnte, geht die phantasielose Strategie des Verscherbelns wichtiger österreichischer Infrastrukturwerte weiter", so Eder. Von den großen Ankündigungen Verkehrsminister Gorbachs bei seinem Antritt, er werde neue wirtschaftspolitische Weg gehen, bleibe nichts mehr übrig. "Die Zeche zahlt die Bevölkerung, weil mit dieser überhasteten und unprofessionellen Vorgangsweise kein angemessener Preis erzielt werden kann, und weil die Preise für die Konsumenten nach einem Verkauf ans Ausland steigen werden. Aber offensichtlich hat Gorbach schon mehr seinen künftigen Job in der Privatwirtschaft als die Interessen der österreichischen Bevölkerung und der Volkswirtschaft im Kopf", so Eder. ****

Den Verkauf an einen ausländischen Konzern sieht Eder sowohl volkswirtschaftlich als auch verkehrspolitisch als höchst problematisch, weil koordinierte verkehrspolitische Planungen dadurch viel schwieriger werden und der Wettbewerb zwischen Straße und Schiene eher noch verschärft wird. "Der Postbus-Verkauf reiht sich damit in eine Reihe von schlechten Privatisierungen, bei denen vor allem die Steuerzahler 'draufgezahlt haben. Und es ist die Fortsetzung einer Politik, die den ländlichen Raum aushungert -angefangen vom Zusperren von Bezirksgerichten und Gendarmerieposten bis hin zu den Postämtern, deren Schließung im vollen Gange ist", so Eder abschließend. (Schluss) ah

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