Erfolgreiche Bilanz

ÖGKK-Rechnungsabschluss 2004 bringt positives Ergebnis

Linz (OTS) - Die OÖ Gebietskrankenkasse weist als einzige GKK für das Jahr 2004 ein positives Bilanzergebnis aus. Bei einem gesamten Ausgabenvolumen von 1,39 Milliarden Euro erzielte sie einen Überschuss von 393.799 Euro. Hauptgründe für das erfreuliche Ergebnis waren eine positive Entwicklung der Versicherungsbeiträge und erfolgreich eingesetzte Steuerungsmaßnahmen der OÖGKK, die zu einem nur moderaten Steigen der Ausgaben geführt haben.

Der Überschuss von 393.799 Euro (0,03 Prozent der Gesamtausgaben) im Jahr 2004 bedeutet eine erhebliche Verbesserung gegenüber den Vorjahren, in denen Abgänge in der Höhe von 3,4 Millionen Euro (0,25 Prozent der Gesamtausgaben) im Jahr 2003 und 25,3 Millionen Euro (2,0 Prozent) im Jahre 2002 zu verzeichnen waren. Damit hat die OÖGKK ihr Ziel einer ausgeglichene Gebarung im Jahr 2004 erreicht. Diese finanzielle Stabilität kommt den Versicherten und Beitragszahlern unmittelbar zugute. Dort, wo die Kassen selbst über den Leistungsumfang entscheiden können, wie bei Zuschüssen zu Heilbehelfen und Hilfsmitteln oder beim Krankengeld, kann die OÖGKK die gesetzlich zulässigen Höchstleistungen ausschöpfen. Auch für den Ausbau gesundheits- und sozialpolitisch wichtiger neuer Leistungen oder in den Verhandlungen mit den großen "Playern" auf dem Gesundheitsmarkt ist finanzieller Handlungsspielraum eine wichtige Stütze.

Positives Ergebnis trotz Regierungsbelastungen

Zwar konnte aufgrund gesetzlicher Beitragsänderungen ein Plus bei den Versicherungsbeiträgen von 6,3 Prozent erzielt werden. Der "Regierungs-Effekt", also der Saldo aus gesetzlich verordneten Be-und Entlastungen, hat bei der OÖGKK aber eine Nettobelastung von 31,8 Millionen Euro im Jahr 2004 hinterlassen. Die Versicherten - und hier vor allem die Pensionisten - hatten im Jahr 2004 mehr für ihre Krankenversicherung einzubezahlen. Gleichzeitig wurden den Krankenkassen aber über Veränderungen in komplexen Geldverteilungsmechanismen Mittel entzogen, zum Beispiel bei den Krankenversicherungs-Beiträgen für Arbeitslose und Kinderbetreuungsgeld-Bezieherinnen.

Mehr Qualität und vertretbare Kosten kein Widerspruch

Der wesentliche Hebel für das erfolgreiche Ergebnis 2004 liegt auf der Ausgabenseite. Durch innovative Instrumente und konstruktive Zusammenarbeit mit den Ärztinnen und Ärzten in Oberösterreich ist es beispielsweise gelungen, die Kostensteigerung bei den Medikamenten auf 4,2 Prozent zu dämpfen. Sorgsamer, gezielter Umgang mit Medikamenten vermeidet gefährliche Übermedikation, wie sie vor allem bei älteren Menschen mit mehreren Beschwerden vorkommen kann. Der Einsatz von gleichwertigen, aber kostengünstigeren Generika-Produkten bringt erhebliche Einsparungen ohne Qualitätsverlust. Beim Einsatz von Generika ist Oberösterreich übrigens Spitzenreiter in Österreich. Die niedrigeren Krankenstände führten beim Krankengeld zu einem Rückgang um 4,4 Prozent. Die Honorare für ärztliche Leistungen stiegen um moderate 3,3 Prozent.

8,4 Prozent mehr Geld für Spitäler

Der Beitrag der Krankenkassen für die Spitäler ist hingegen gesetzlich vorgegeben - kann also durch die OÖGKK nicht selbst gesteuert werden. Hier musste die OÖGKK 2004 mit 412,5 Millionen Euro um satte 8,4 Prozent mehr an den Krankenanstaltenfonds überweisen als im Jahr zuvor.

Für die OÖGKK stellt die Spitalsfinanzierung einen wesentlichen Belastungsfaktor dar. Zum einen muss sie prozentuell den größten Spitalskostenbeitrag unter allen Krankenkassen zahlen. Dieser gesetzlich vorgegeben Beitrag ist nämlich nicht bei allen Kassen gleich, sondern wurde vor Jahren politisch festgelegt und seither jährlich angehoben. Im Jahr 2004 stieg dieser Beitrag aufgrund der gesetzlichen Berechnungsregeln besonders massiv an.

Deutlich mehr Geld für Gesundheitsförderung und Prävention

Der Rechnungsabschluss der OÖGKK lässt auch den deutlichen Schwerpunkt auf die Gesundheitsförderung und die verschiedenen Bereiche der Krankheitsverhütung erkennen. Die Ausgaben für Gesundheitsförderung stiegen um 9,8 Prozent, die für Gesundheitsfestigung und Krankheitsverhütung um 7,5 Prozent.

2,65 Prozent für Verwaltung

Die "Verwaltungskosten" - also die Ausgaben für Kundenbetreuung, Beitragseinhebung, Ärzteabrechnungen, Kontrollen und vieles mehr -machten im Jahr 2004 nur mehr 2,65 Prozent der Gesamtausgaben aus. Die OÖGKK hat auch ohne gesetzlichen Zwang über zehn Jahre hinweg erhebliche Einsparungen in der Verwaltung erzielt - deutlich mehr als andere öffentliche Organisationen. Nur so kann auch von den Partnern im Gesundheitswesen glaubwürdig Kostenbewusstsein gefordert werden.

Seit dem Jahr 2000 werden die Verwaltungskosten über gesetzlichen Auftrag auf dem Stand des Jahres 1999 gedeckelt. Dies kann nur über Aufnahmestopp und Personalabbau erreicht werden. Ein weiteres -erzwungenes - Sinken der Verwaltungskostenquote kann aber gefährlich werden: Kundenservice und innovative Betreuungskonzepte wie das Case-Management funktionieren nicht ohne Menschen. Fehlende Mitarbeiter in der Beitragsprüfung oder auch in den Steuerungs- und Kontrollbereichen wirken sich längerfristig auch fatal auf die Finanzergebnisse aus. Die OÖGKK fordert die Gesundheitsministerin daher auf, die seit 2000 bestehende leistungsfeindliche Verwaltungskostendeckelung durch ein intelligenteres Effizienz-Ziel für die Kassen abzulösen.

Vergleiche zwischen den Kassen schwierig

Sogenannte "Strukturunterschiede" wie beispielsweise niedrige Versicherungsbeiträge aufgrund schwacher Durchschnittseinkommen in einem Bundesland oder ein hoher Pensionisten-Anteil machen direkte Vergleiche der Finanzergebnisse zwischen den Krankenkassen schwierig. Um auch den Kassen mit gravierenden Strukturnachteilen eine optimale Versorgung ihrer Versicherten zu ermöglichen, werden die Unterschiede über einen solidarischen Ausgleichstopf zumindestens teilweise ausgeglichen. Die OÖ Gebietskrankenkasse zählt seit Bestehen dieses Ausgleichsfonds zu den Netto-Zahlern in diesem System.

Bestes Finanzergebnis - beste Kundenzufriedenheit

Besonders erfreulich ist für die OÖGKK, dass dem besten Finanzergebnis unter den Krankenkassen auch die höchste Kundenzufriedenheit gegenübersteht. Bei einer Anfang 2005 durchgeführten österreichweiten Kundenbefragung des Hauptverbandes in Kooperation mit Triconsult liegt die OÖGKK mit einer Gesamtnote von 2,21 an erster Stelle unter den Krankenkassen. Besonders positiv wurden dabei die Fachkenntnis der Mitarbeiter (1,87), die Freundlichkeit (1,74) und die Dauer der Erledigung (2,0) bewertet.

Rückfragen & Kontakt:

OÖ Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (0732) 7807-2020

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKO0001