Betriebsübergaben sind für die austria wirtschaftsservice ein zentrales Thema

Wien (OTS) - Nachhaltiges Wachstum und zukunftsorientierte Entwicklung - diese Prinzipien stehen für die austria wirtschaftsservice, Österreichs Förderbank, an erster Stelle der Wirtschaftspolitik. Besonders wichtig sind diese Prinzipien, wenn es um die Übergabe bzw. Nachfolge von Unternehmen geht: "Die reibungslose und kapitalerhaltende Betriebsübergabe ist ein kritischer Faktor für nachhaltiges Wachstum", meint Peter Takacs, Geschäftsführer der aws. Die von der Bundessparte Industrie und der Jungen Wirtschaft erhobenen Forderungen nach weitergehenden Erleichterungen von Betriebsübergaben kann Takacs daher sehr gut nachvollziehen: "Die Sorge der Jungen Wirtschaft um jene Unternehmen, die in den nächsten Jahren, teilweise unter großen internationalen Herausforderungen, zur Übergabe anstehen, ist ein wichtiger Beitrag zur Thematisierung des Handlungsbedarfs", so der Wirtschaftsexperte. Nicht zuletzt deshalb habe die aws im Jahr 2004 gemeinsam mit der Jungen Wirtschaft das Programm Nachfolgebonus gestartet, um besonders die Eigenkapitalausstattung im Falle von Betriebsübernahmen zu unterstützen. Über die Webpage www.nachfolgebonus.at ist gerade diese Förderung für Österreichs Betriebe schnell und leicht erreichbar, wie die starke Entwicklung der Anmeldezahlen beweist.

Flexibilisierung von Förderungen denkbar

Dass Basel II ebenso wie die Eigenkapitalausstattung wichtige Punkte für die Zukunft sein werden, sieht die aws als gegeben an. Nicht zuletzt deshalb forciert die Förderbank im Auftrag der Bundesregierung bereits jetzt die Einbringung von Eigenkapital in Unternehmen, etwa durch das gemeinsam mit der Jungen Wirtschaft entwickelte Programm Double Equity, durch das Eigenkapitaleinlagen verdoppelt werden können. Aber auch mit der Einführung eines Ratingsystems und dem Angebot von unabhängigen Ratingurteilen ab dem 4. Quartal 2004 leistet die aws einen Beitrag zur Sicherung und Weiterentwicklung von traditionellen Wirtschafts- und Industriebetrieben. Speziell zum Thema Nachfolge sieht Takacs durchaus noch weitere Möglichkeiten: "Alleine durch unser bereits jetzt angebotenes Mitarbeiterbeteiligungsmodell können wir bis zu EUR 20.000 je Anleger mit bis zu 100% absichern" erläutert er die bestehenden Maßnahmen. Dabei könne sich die aws eine Flexibilisierung der Garantiemöglichkeiten - und damit eine noch bessere Ausrichtung auf den speziellen Unternehmensbedarf - durchaus vorstellen, wobei allerdings auf ein ausgewogenes Risikoverhältnis zwischen öffentlicher Hand und Unternehmer zu achten sei. Zusätzliche Begleitmaßnahmen, die in Summe mit bestehenden und zukünftigen Förderungen einen optimalen Mix aus direkter Förderung, steuerlichen Maßnahmen und aktiver Unterstützung etwa durch Beratung darstellen, sind für die aws durchaus andenkbar.

Bewußtseinswandel gefordert - Umdenken in Richtung Eigenkapital notwendig

Dennoch sieht Takacs vor allem die Notwendigkeit für einen Umdenkprozeß auch in der Wirtschaft: "Die Öffnung der kleinen und mittleren Unternehmen in Richtung Kapital- und Beteiligungsmarkt ist ein wichtiger Prüfsteine für die wirtschaftliche Entwicklung; die Akzeptanz von alternativen Finanzierungsformen wird für Unternehmer/innen in Zukunft unabdingbar werden", führt für ihn kein Weg am Bewußtseinswandel im Unternehmerbereich vorbei. Diesen Weg zu erleichtern, und Alternativen zur Kreditfinanzierung zu ermöglichen ist ein wichtiger Auftrag der aws: Durch Produkte wie das börsefähige Gewinnwertpapier für KMU, Garantien für Fondsbeteiligungen oder die Börse für Businessangels zur Vermittlung privater Investoren unterstützt sie wachstumsstarke KMUs schon jetzt bei der Aufbringung von Eigenmitteln. "In diesem Bereich werden wir in Abstimmung mit der Bundesregierung und ihrem Kapitalmarktbeauftragten in den nächsten 12 Monaten noch weitere Impulse setzen" kündigt der aws-Chef weitere Maßnahmen an. Förderungen können dabei aber immer als unterstützender Hebel eingesetzt werden, um die Innovationskraft und Wachstumsstärke österreichischer Unternehmen zu erhalten. Dass diese für ein nachhaltiges Wachstum mehr als ausreichend sein werden, steht für die Förderbank jedenfalls außer Zweifel: "Gerade unsere Daten für das erste Quartal 2005 beweisen, dass Österreichs Unternehmen an nachhaltigen Investitionen nach wie vor interessiert sind, und sich in Zeiten zusammenwachsender Märkte mutig der Zukunft stellen", so Peter Takacs.

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